Einbruch
Was ist ein Einbruch?
Von einem Einbruch spricht man, wenn sich jemand ohne Erlaubnis Zugang zu einem Haus, einer Wohnung, einem Keller oder einem Geschäft verschafft. Meist geschieht das, um Geld, Wertgegenstände oder andere Sachen zu stehlen. Die Einbrecher öffnen dabei oft Türen oder Fenster mit Gewalt oder nutzen unverschlossene Zugänge.
Ein Einbruch verursacht nicht nur einen materiellen Schaden. Viele Betroffene fühlen sich danach auch unsicher, weil jemand unerlaubt in ihren persönlichen Bereich eingedrungen ist. Deshalb ist es wichtig, das eigene Zuhause gut zu schützen und verdächtige Situationen ernst zu nehmen.
Wie gehen Einbrecher typischerweise vor?
Sie kommen, wenn niemand da ist
Sie kommen, wenn niemand da ist
Einbrecher suchen gezielt nach günstigen Gelegenheiten. Sie beobachten Häuser und Wohnungen und achten darauf, ob jemand zu Hause ist. Ein dunkles Haus, ein voller Briefkasten, dauerhaft geschlossene Rollläden oder eine längere Abwesenheit können darauf hindeuten, dass niemand anwesend ist.
Für Einbrecher gilt: Je geringer das Risiko, entdeckt zu werden, desto attraktiver ist das Ziel. Deshalb wählen sie häufig Orte, an denen sie ungestört handeln können. Ein bewohnt wirkendes Zuhause kann bereits dazu beitragen, einen Einbruch unattraktiver zu machen.
Sie gehen einem Zusammentreffen mit Bewohnern aus dem Weg
Sie gehen einem Zusammentreffen mit Bewohnern aus dem Weg
Einbrecher versuchen in der Regel, direkte Begegnungen mit den Bewohnern zu vermeiden. Sie achten darauf, dass niemand zu Hause ist, bevor sie handeln. Wenn sie merken, dass jemand anwesend sein könnte oder sich im Haus bewegt, brechen sie ihr Vorgehen oft ab.
Für Einbrecher ist es wichtig, unentdeckt zu bleiben. Deshalb wählen sie meist Situationen, in denen sie möglichst unbeobachtet sind und schnell wieder verschwinden können. Ein unerwartetes Auftauchen von Bewohnern ist für sie ein Risiko, das sie vermeiden wollen.
Sie nehmen den einfachsten Weg
Sie nehmen den einfachsten Weg
Einbrecher versuchen immer, den einfachsten und schnellsten Zugang zu einem Gebäude zu finden. Dabei prüfen sie zuerst, ob Türen oder Fenster nicht richtig verschlossen sind oder sich leicht öffnen lassen. Auch schlecht gesicherte Zugänge oder versteckte Schwachstellen werden dabei ausgenutzt.
Ihr Ziel ist es, möglichst wenig Zeit zu verlieren und kein unnötiges Risiko einzugehen. Je einfacher der Zugang ist, desto eher entscheiden sie sich für dieses Objekt. Deshalb spielen gut gesicherte Türen und Fenster eine wichtige Rolle beim Schutz vor Einbrüchen.
Sie verwenden einfache Werkzeuge
Sie verwenden einfache Werkzeuge
Einbrecher greifen in der Regel auf einfache und leicht verfügbare Werkzeuge zurück. Diese sind klein, unauffällig und lassen sich gut transportieren. Häufig geht es dabei nicht um spezielle Geräte, sondern um alltägliche Gegenstände, die sich für das gewaltsame Öffnen von Türen oder Fenstern eignen.
Wichtig ist für sie vor allem, schnell und möglichst unbemerkt handeln zu können. Deshalb vermeiden sie auffällige oder komplizierte Ausrüstung, die Aufmerksamkeit erregen könnte. Je einfacher das Werkzeug und der Zugang, desto eher wird ein Objekt als Ziel gewählt.
Einbrecher gibt es in allen Altersklassen
Einbrecher gibt es in allen Altersklassen
Einbrecher sind nicht auf eine bestimmte Altersgruppe beschränkt. Sie können jung oder älter, Frau oder Mann sein und aus unterschiedlichen Lebenssituationen kommen. Entscheidend ist nicht das Alter, sondern die Absicht, sich unbefugt Zugang zu verschaffen und etwas zu stehlen.
Deshalb kann man Einbrüche nicht nur mit einem bestimmten Typ von Person verbinden. Wichtig ist, sich bewusst zu machen, dass Einbruchskriminalität vielfältig ist und von ganz unterschiedlichen Tätern begangen werden kann.
Wie können Sie sich gegen einen Einbruch schützen?
- Türen und Fenster immer gut schliessen: Auch bei kurzer Abwesenheit.
- Sichern Sie: Fenster, Balkontüren und Kellerzugänge, damit Ihr Zuhause besser geschützt ist.
- Licht nutzen: Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder sorgen dafür, dass das Haus bewohnt wirkt.
- Keine Hinweise auf Abwesenheit: Keine offenen Fenster, keine langen Nachrichten auf dem Anrufbeantworter. Keine Informationen im Internet posten.
- Wertgegenstände schützen: Geld und Schmuck nicht offen sichtbar aufbewahren.
- Nachbarschaft nutzen: Aufeinander achten, sich austauschen und Beobachtungen melden.
- Sicherheitsstandard erhöhen: Mit einfachen Zusatzschlössern und geprüften Sicherheitssystemen kann man Türen und Fenster zusätzlich sichern. Solche Massnahmen machen den Einbruch deutlich schwieriger und können Einbrecher schon im Voraus abschrecken.
Es wurde eingebrochen, was können Sie tun?
Rufen Sie die Polizei!
- Sollten Sie einen Einbrecher ertappen, ziehen Sie sich zurück und rufen Sie die Polizei (117). Wenn Sie können, merken Sie sich wie die Person ausgesehen hat, welches Fahrzeug und Kontrollschild die Person nutzt und in welche Richtung sie sich entfernt. Bringen Sie sich nicht selbst in Gefahr!
Nicht aufräumen!
- Beim Aufräumen können wichtige Spuren und Details verloren gehen, welche die Ermittlung der Einbrecher erschweren. Warten Sie ausserhalb Ihres Wohnortes auf die Polizei.
Was wurde gestohlen?
Nach erster Sicherung und Abnahme von Spuren nimmt die Polizei Informationen zu gestohlenen Gegenständen auf. Beschreiben Sie die gestohlenen Gegenstände so genau wie möglich. Je mehr Details Sie angeben können, desto besser kann die Polizei die Sachen identifizieren. Hilfreich sind zum Beispiel Fotos, Kaufbelege, Seriennummern oder Garantiescheine. Auch besondere Merkmale wie Farbe, Marke, Modell oder Kratzer sollten erwähnt werden.
Alle diese Informationen werden von der Polizei in einer Datenbank erfasst. Dadurch können gestohlene Gegenstände, die später wieder auftauchen, leichter erkannt und eindeutig zugeordnet werden. So ist es möglich, dass Sie Ihre Wertsachen im besten Fall zurückerhalten.
Holen Sie sich Hilfe
Nach einem Einbruch fühlen sich viele Menschen in den eigenen vier Wänden verunsichert oder sogar ängstlich. Dieses Gefühl ist ganz normal, weil jemand unerlaubt in den persönlichen Lebensraum eingedrungen ist. Nehmen Sie sich deshalb bewusst Zeit, um das Erlebte zu verarbeiten und wieder etwas Ruhe in den Alltag zu bringen.
Es kann helfen, die Wohnung oder das Haus gemeinsam mit der Polizei oder einer Beratungsstelle anzuschauen und mögliche Schwachstellen zu verbessern. Dazu gehören zum Beispiel zusätzliche Sicherungen an Türen und Fenstern oder andere einfache Schutzmassnahmen.
Auch Gespräche mit Familie, Freunden oder Nachbarn sind wichtig. Sie geben Unterstützung und helfen dabei, sich weniger allein zu fühlen. Schritt für Schritt kann so das Sicherheitsgefühl wieder aufgebaut werden, sodass man sich im eigenen Zuhause wieder wohler und sicherer fühlt.
Wie unterstützt Sie die Polizei?
Die Polizei ist für die Einbruchprävention und Einbruchermittlung zuständig.
Die Polizei setzt sich aktiv dafür ein, Einbrüche zu verhindern, bevor sie passieren. Sie informiert die Bevölkerung über typische Vorgehensweisen von Einbrechern und zeigt, wie man das eigene Zuhause besser schützen kann. Dazu gehören zum Beispiel einfache Tipps zu Türen, Fenstern und richtigem Verhalten bei Abwesenheit.
Zudem bietet die Polizei kostenlose Beratungen an, bei denen Häuser oder Wohnungen auf mögliche Schwachstellen geprüft werden. Dabei werden Empfehlungen gegeben, wie man die Sicherheit verbessern kann.
Auch durch Aufklärungskampagnen und Zusammenarbeit mit Gemeinden und Partnern macht die Polizei auf Risiken aufmerksam und stärkt so das Sicherheitsbewusstsein in der Bevölkerung.
Nach einem Einbruch ist die Polizei für Sie da und unterstützt Sie Schritt für Schritt. Zuerst nimmt sie Ihre Anzeige auf und hört sich genau an, was passiert ist. Danach sichern die Einsatzkräfte mögliche Spuren am Tatort, um Hinweise auf die Täterschaft zu finden.
Die Polizei sammelt alle wichtigen Informationen und wertet diese aus. Wenn gestohlene Gegenstände später wieder auftauchen, hilft sie, diese zurückzugeben.
Auch nach dem Einsatz steht die Polizei beratend zur Seite und informiert Sie, wie Sie Ihr Zuhause besser schützen können.
Beratungsstellen für Einbruchprävention
Für diesen Inhalt zuständig
Stadtpolizei
Standort Stadtpolizei
Standort Stadtpolizei
Öffnungszeiten
| Montag–Mittwoch | 08.00-17.00 Uhr |
| Donnerstag | 08.00-18.00 Uhr |
| Freitag | 08.00-17.00 Uhr |
Sie können in einigen Fällen auch online Anzeige erstatten: Suisse ePolice – der Schweizer Online-Polizeiposten (suisse-epolice.ch)
Dringende Anzeigen werden an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr entgegengenommen.
Im Notfall 117 anrufen.
Standort Verwaltungpolizei
Standort Verwaltungpolizei
Öffnungszeiten
| Montag–Freitag | 07.30–12.00, 13.30–17.00 Uhr |
Vor Feiertagen bis 16.00 Uhr besetzt.
- Seite erstellt am
- Inhalt zuletzt aktualisiert am