Verkehr steuern, dosieren und Bus priorisieren

Damit der Verkehr im Stadtinnern fliessen kann und damit insbesondere die Busse pünktlich ans Ziel kommen, werden Lichtsignalanlagen gezielt gesteuert.
Bus an einer Strassenkreuzung mit Wegweisern und Lichtsignalanlagen
© Tiefbauamt Stadt Winterthur

Steuerungs- und Dosierungskonzept

Ein Motorfahrzeug ist in der Hauptverkehrszeit durchschnittlich mit 1,1 Personen besetzt, während ein Gelenkbus ein Fassungsvermögen von etwa 100 Personen hat. Der Förderung des öffentlichen Verkehrs kommt darum im städtischen Gesamtverkehrskonzept eine wichtige Rolle zu.

Um die ÖV-Priorisierung konkret zu fördern, hat das Stadtparlament (damals: Grosser Gemeinderat) am 7. April 2014 die Motion «Mehr freie Fahrt für den Bus in Winterthur» erheblich erklärt. 

Als planerische Grundlage wurde 2016 ein städtisches Steuerungs- und Dosierungskonzept vorgelegt, das die geprüften Massnahmen listet und erklärt. Es wurde seither um zwei fehlende Einfallsachsen, nämlich die Frauenfelderstrasse (2022) und die Schaffhauserstrasse (2023) ergänzt.

Was ist Verkehrsmanagement?

In Winterthur setzt die Abteilung Mobilität des Tiefbauamts das Steuerungs- und Dosierungskonzept um. Sie betreibt und unterhält die über 60 städtischen Lichtsignalanlagen. Diese regeln nicht nur den Vortritt, sondern dienen auch der Verkehrssteuerung innerhalb der Stadt und teilweise der Region. 

Wenn Strassen überlastet sind und es zu Staus kommt, resultieren unberechenbare Fahrzeiten und Behinderungen des öffentlichen Verkehrs. Verkehrsmanagement kann die Verkehrsüberlastung zwar nicht beseitigen, aber durch eine aktive Lenkung, Leitung und Steuerung des Verkehrs kann die bestehende Infrastruktur besser genutzt und der Verkehrsfluss optimiert werden. 

Beispielweise indem nur so viel Verkehr in die Innenstadt gelassen wird, wie dort abgewickelt werden kann. Dabei werden insbesondere der öffentliche Verkehr sowie der Velo- und Fussverkehr, als flächeneffiziente Verkehrsmittel, priorisiert. Verkehrsüberlastung in Form von Stau wird dort in Kauf genommen, wo Stauraum für die Aufnahme der Fahrzeuge vorhanden ist. Zum Beispiel am Stadtrand. 

Dadurch wird der Verkehr insgesamt sicherer und flüssiger und die Zuverlässigkeit der Reisezeiten wird erhöht. 

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Transkript

Was ist Verkehrsmanagement?

Einige Strassen in Winterthur sind heute sehr stark belastet. Aufgrund der angestrebten Verdichtung in den Zentren wird sich dies in Zukunft noch verschärfen. Was tun?

Die Stadt Winterthur, der Kanton Zürich und der Zweckverband Regionalplanung Winterthur und Umgebung, RWU, gehen diese Herausforderung gemeinsam an. Sie sind sich einig: Ein gezieltes Verkehrsmanagement ist notwendig, damit der Verkehr weiterhin flüssig läuft.

Mögliche Massnahmen sind die koordinierte Steuerung von Ampeln. Der Verkehr wird dosiert. Es sind nur so viele Fahrzeuge auf den Strassen im städtischen System, dass der Verkehr fliessen kann.

Der Vorteil des Wartens? Wer dann losfährt, kommt vorwärts und kann seine Reisezeit verlässlicher abschätzen.

Oder: Damit der Verkehr den Fahrplan einhalten kann, werden Busse an Ampeln bevorzugt und, wo notwendig, separate Busspuren geschaffen.

Für Fussgänger und Velofahrer wird es sicherer und auch Anwohner profitieren.

Verkehrsmanagement heisst, den Verkehr flüssiger, verträglicher und sicherer zu gestalten.

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