Grabarten

Auf den Winterthurer Friedhöfen stehen unterschiedliche Grabarten zur Verfügung. Die Friedhofverwaltung unterstützt Sie gerne bei der Wahl der Grabart. Für längere Beratungen vereinbaren Sie bitte vorgängig einen Termin.

Einzelgräber

In allen Friedhöfen in Winterthur stehen Einzelgräber für Erd- und Urnenbestattungen sowie Kindergräber zur Verfügung. 

Erdreihengrab

Ein Erdreihengrab ist eine traditionelle Bestattungsart. Die verstorbene Person wird mit einem Sarg in die Erde hinab gebettet. Die Gräber stehen nebeneinander in einer Reihe. So entstehen die Grabreihen, die viele Friedhöfe prägen. Die Gräber werden nacheinander zugeteilt, je nach Zeitpunkt des Todesfalls. Sie können das Grab mit einem Grabstein oder Kreuz und mit Pflanzen schmücken. 

Erdreihengräber gibt es auf allen Friedhöfen in Winterthur. 

Friedhof mit Grabsteinen und Blumen.
Erdreihengrab
© Stadtgrün Winterthur / Christian Wieland

Urnengrab

Beim Urnenreihengrab wir die Urne in die Erde beigesetzt. Wie bei den Erdreihengräbern werden die Urnengräbern in der Reihenfolge der Todesfälle zugeteilt. Auch hier entstehen die prägenden Grabreihen. Sie können das Grab mit einem Grabstein oder Kreuz und Pflanzen schmücken. 

Reihe von Grabsteinen auf einem Friedhof mit Blumen und Bäumen im Hintergrund.
Urnenreihengrab
© Christian Wieland

Nischengrab

Bei Nischengräbern wird die Urne in eine Nische in der Wand gesetzt. Die Stadt Winterthur hat zwei Arten von Nischengräbern: das Urnennischengrab und das Kolumbarium

Urnennischengrab

Die Urne wird in die Nische einer Urnenwand beigesetzt. Einheitliche Platten decken die Nischen ab. Sie können die Platten mit Namen und Daten beschriften. Eine eigene Bepflanzung oder Grabschmuck sind aber nur beschränkt möglich. Blumen zum Gedenken können an dafür vorgesehenen, gemeinsamen Plätzen niedergelegt werden. 

Nischengräber gibt es auf diesen Friedhöfen:

  • Friedhof Rosenberg
  • Friedhof Wülflingen
  • Friedhof Töss

Auf den Friedhöfen Seen und Oberwinterthur sind die Nischen zurzeit alle belegt. Für Verstorbene aus diesen Quartieren stehen Nischengräber im Friedhof Rosenberg zur Verfügung. 

Kolumbarium

Das Kolumbarium ist eine spezielle Form des Urnenischengrabs. Dieses gibt es nur auf dem Friedhof Rosenberg. Die Urne bleibt in der Nische sichtbar. Deshalb wird eine Zierurne mit goldener Schrift verwendet. Das Kolumbarium ist eine Privatnische. Sie kann für 30 Jahre gemietet werden. Eine Vertragsverlängerung dieser Grabart ist möglich. 

Urnenwand mit Blumen
Urnennischengrab
© Christian Wieland

Kindergrab

Es gibt ein eigenes Grabfeld für Kinder von null bis zwölf Jahren. Hier haben Eltern und Angehörige einen Ort zum Trauern. Die Urnen- oder Erdgräber stehen in Reihen. Sie werden in der Reihenfolge der Todesfälle angelegt. Sie können das Kindergrab gestalten, bepflanzen und mit persönlichen Gegenständen schmücken.

Kindergräber gibt es auf allen Friedhöfen in Winterthur. Das Grabfeld für Kinder im Friedhof Rosenberg wurde im Herbst 2016 erneuert. Hier können auch sehr früh verstorbene Kinder, sogenannte Engelskinder, beigesetzt werden. 

Kinder Gemeinschaftsgrab zeigt Baum mit Namenstafeln
Kindergrabfeld
© Stadtgrün Winterthur

Gemeinschaftsgräber

Immer mehr Menschen in Winterthur lassen sich in einem Gemeinschaftsgrab bestatten. Das Gemeinschaftsgrab ist kein anonymes Grab. Viele Menschen mögen diese Bestattungsform. Der Grund: Die Gräber liegen meist in der Sonne. Die Rasenfläche ist schön gestaltet. Die einzelnen Beisetzungsorte sind in der Wiese nicht markiert. Ein Band, eine Stele oder eine Platte zeigt, wo jemand bestattet ist. Angehörige schätzen die ruhige, parkähnliche Gestaltung der Gemeinschaftsgräber. Hier können sie trauern und sich erinnern.

Friedhof Rosenberg

Gemeinschaftsgrab Birkenhain

Dieses Gemeinschaftsgrab liegt im ältesten Teil des Friedhofs Rosenberg in der Nähe des Haupteingangs. Die Asche wird in vergänglichen Holz- oder Tonurnen anonym in einer grossen Blumenwiese beigesetzt. Birken und Hartriegel bepflanzen die Wiese. Eine spätere Ausgrabung oder Umplatzierung der Urne ist nicht mehr möglich.

Auf Wunsch gravieren wir die Namen der Verstorbenen in Granitplatten ein – die sogenannte Namensbank. Die Kosten tragen die Angehörigen.

Das Gemeinschaftsgrab wurde von den Landschaftsarchitekten Rotzler Krebs Partner gestaltet. Die beiden Brunnen entwarf Kurt Siegrist. Die Klosterschmiede Engelberg stellte sie aus rohem Stahl her.

Gemeinschaftsgrab Wald

Dieses Gemeinschaftsgrab liegt im Waldteil des Friedhofs Rosenberg in der Nähe der Urnenmauern. Die Asche wird ohne Urne beigesetzt. Eine spätere Ausgrabung oder Umplatzierung ist nicht mehr möglich.

Auf Wunsch gravieren wir die Namen der Verstorbenen in ein Plattenband ein. Die Kosten tragen die Angehörigen. Direkt über den Platten ist eine Wasserrinne angebracht. Hier können Sie frische Blumen einstellen.

Namensband beim Gemeinschaftsgrab Birkenhain auf dem Friedhof Rosenberg
Gemeinschaftsgrab Birkenhain
© Christian Wieland

Friedhof Oberwinterthur

Das Gemeinschaftsgrab im Friedhof Oberwinterthur wurde 2008 eingeweiht. Gestaltet wurde es von den Landschaftsarchitekten Rotzler Krebs und Partner. 

Auf Wunsch gravieren wir die Namen der Verstorbenen in ein Plattenband. Die Kosten tragen die Angehörigen. 

Grüne Rasenfläche mit Blumenarrangements, Kirche und Gebäude im Hintergrund.
Gemeinschaftsgrab Friedhof Oberwinterthur
© Stadtgrün Winterthur

Friedhof Seen

Das Gemeinschaftsgrab im Friedhof Seen liegt neben dem gepflästerten Platz mit dem Brunnen in der Friedhofsmitte. Zwölf Stelen aus Guber-Naturstein stehen im Urnenfeld. Die Namen der Verstorbenen werden in der Reihenfolge ihrer Bestattung eingehauen. Auf jeder Stele steht oben ein grosser Buchstabe. Zusammen ergeben die Buchstaben ein Wort, das Sie sehen, wenn Sie vor dem Grabfeld stehen:

Z E I T  L O S  L A S S E N

Peter Stamm, ein Schriftsteller in Winterthur, entwarf den Schriftzug. Je nach Blickwinkel zeigt er verschiedene Worte. Blumen können Sie am Fuss der Säulen ablegen. Das Urnenfeld liegt auf einer leicht erhöhten Rasenfläche. Es hat Platz für 400 Urnen. Der gesamte Bereich ist bekiest. Blütenstauden begrenzen den Bereich. Die Landschaftsarchitekten Brogle Rüegger Winterthur gestalteten das Gemeinschaftsgrab. Es wurde im August 2011 eingeweiht.

Auf Wunsch gravieren wir die Namen der Verstorbenen in die Stelen ein. Die Kosten tragen die Angehörigen.

 

Hohe Steinpfeiler auf einer grünen Wiese.
Gemeinschaftsgrab Friedhof Seen
© Stadtgrün Winterthur

Friedhof Töss

Das Gemeinschaftsgrab im Fr wurde im Frühling 2011 eingeweiht. Es wurde von der Landschaftsarchitektin Bea Müller, Engeler Freiraumplanung Wil und dem Bildhauer Stefan Kreier geplant.

Auf Wunsch werden die Namen der Verstorbenen in die Platten graviert. Die Kosten gehen zu Lasten der Angehörigen. 

Grüne Wiese mit Steinplatten zur Inschrift mit Gebäuden im Hintergrund.
Gemeinschaftsgrab Friedhof Töss
© Stadtgrün Winterthur

Friedhof Wülflingen

Die beiden Gemeinschaftsgräber sind symmetrisch angeordnet. Sie prägen den schlichten Charakter des Friedhofs Wülflingen. Zusammen mit den Urnenwänden und dem Friedhofgebäude bilden sie den räumlichen Abschluss des Friedhofs. Auf dem Kiesbereich davor liegen die Bestattungsfelder des Gemeinschaftsgrabes – auf beiden Seiten.

Zwei lange, leicht erhöhte Pflanzbeete prägen den Raum. Felsenbirnen und Kirschen fassen sie ein. Es entsteht ein offener und doch intimer Ort der Ruhe. Die Urnen werden in den Pflanzflächen bestattet. Die Namen der Verstorbenen sind in rote Sandsteinbänder gehauen. Die Landschaftsarchitekten Hansjürg Walter und Nicole Klein von TEAM Winterthur gestalteten das Gemeinschaftsgrab. Es wurde im April 2013 eingeweiht.

Gemeinschaftsgrab mit Bäumen und Ausschnitt des nageliegenden Reigengrabfeldes.
Gemeinschaftsgrab Friedhof Wülflingen
© Stadtgrün Winterthur / Christian Wieland

Familien- oder Privatgräber

Familiengräber gibt es nur im Friedhof Rosenberg. Sie sind für Erdbestattungen und Urnenbeisetzungen möglich. Bei Urnen können Sie auch einen Baum als Grab wählen. Sie können die Grabstelle frei wählen. Die Grabdauer können Sie verlängern. Das Familiengrab ist gross und dauert 40 Jahre. Es liegt oft an schönen Plätzen. So haben Sie viele Möglichkeiten: Sie können das Grabmal und die Bepflanzung individuell gestalten.

Weitere Privat- oder Familiengräber wie das Wiesengrab, das Baumgrab, das Themengrab Blüten und Rosen oder den Ruhewald finden Sie unter «Themengräbern».

Grosses Familiengrab mit Blumenbeeten und Grabsteinen.
Familiengrab Friedhof Rosenberg
© Stadtgrün Winterthur

Themengräber im Friedhof Rosenberg

In den letzten Jahren sind im Friedhof Rosenberg neue private Grabarten geschaffen worden. Naturnah kann man im Wiesen- und im Baumgrab bestattet werden. Weitere Themengrabfelder sind das Blüten-und-Rosen oder der Ruhewald. 

Wiesengrab

Im Wiesengrab wird die Urne in einer Wiesenfläche beigesetzt. Das Wiesengrab zeichnet sich durch seine Lage auf dem locker belegten, schön gelegenen Grabfeld 122 aus und kann individuell mit einem Grabstein und einer Bepflanzung geschmückt werden. Die Wahl der Grabstelle innerhalb des Grabfeldes ist frei. Im Wiesengrab können, wie bei einem Privatgrab, innerhalb der Ruhefrist von 40 Jahren bis zu sechs Urnen beigesetzt werden. In der Mitte des Grabfelds wird ein Rasenfeld freigehalten auf dem später eine Skulptur aufgestellt werden kann. 

Grüner Friedhof mit blühenden Bäumen und Grabsteinen.
Wiesengrab Friedhof Rosenberg
© Stadtgrün Winterthur

Baumgrab

Auf der Waldwiese stehen zwei Grabarten zur Verfügung: Das Baumgrab und der Gemeinschaftsbaum. 
Das Baumgrab ist eine Form von Familien- oder Privatgrab. Bei einem Baum kann die Asche von bis zu acht Familienangehörigen bestattet werden. 
Rund um einen Gemeinschaftsbaum werden im Sinne eines Gemeinschaftsgrabes die Aschen von zwölf verstorbenen Personen beigesetzt.  
Beim Baumgrab handelt es sich um eine naturnahe Bestattungsart. Um dem Charakter eines Waldes gerecht zu werden, kann direkt beim Baum kein Grabschmuck angebracht werden. Als Alternative stehen den Angehörigen Sammelplätze für Blumenschmuck zur Verfügung. 

Grüne Bäume auf einer Wiese unter klarem Himmel.
Baumgräber Friedhof Rosenberg
© Stadtgrün Winterthur

Blüten & Rosen

Dieses Grabfeld ist charakteristisch für blühende Pflanzen und Sträucher. Sie wählen einen freien Grabplatz. Der Vertrag läuft zunächst 30 Jahre. Danach können Sie ihn jeweils um 10 Jahre verlängern. Sie können zwei Holzurnen beisetzen. Eine Beschriftung der Namensplatte ist optional. Ein Bildhauer führt sie aus. Bei Vertragsabschluss zahlen Sie einen Beitrag für den Unterhalt des gesamten Grabfelds. Eine eigene Bepflanzung ist nicht erlaubt.

Friedhof mit Blumen und Grabsteinen unter Bäumen.
Themengrab Blüten und Rosen
© Stadtgrün Winterthur

Ruhewald

Im Lindbergwald, direkt neben dem Friedhof Rosenberg, hat Stadtgrün Winterthur einen Ruhewald eingerichtet. Sie können die Asche von Verstorbenen hier beisetzen – am Fuss von speziell ausgewählten Ruhebäumen. Keine Urne, keine Grabbeigaben. Die Waldparzelle bleibt naturnah. Pro Baum gibt es acht Waldgräber.

Wälder sind durch Gesetze streng geschützt. Bauten und Anlagen sind verboten. Daher sind im Ruhewald folgende Dinge nicht erlaubt: Grabschmuck, Namenstafeln, Wegweiser oder Beleuchtung. Sie können die Waldgräber nur zu Fuss mit geeignetem Schuhwerk erreichen.

Damit Trauernde sich orientieren können, ist die Waldparzelle in Sektoren unterteilt. Jeder Ruhebaum trägt eine Nummer, ein weisses Farbband zur Kennzeichnung und ein Band in der Farbe des Sektors. Am Tor zum Friedhof Rosenberg finden Sie einen Übersichtsplan mit den Baumnummern pro Sektor. Die Namen der Verstorbenen stehen in der Online-Grabsuche der Stadt.

Die Ruhebäume werden nach forstlichen Regeln gepflegt. Im Ruhewald wird besonders schonend vorgegangen: Pferde ersetzen schwere Forstmaschinen bei der Waldpflege. Der Waldteil wird ökologisch aufgewertet. Totholz bleibt liegen. Wir fördern Fliess- und Laichgewässer, schaffen Nistmöglichkeiten für Kleintiere und ergänzen den Waldsaum mit seltenen heimischen Baum-, Strauch- und Krautarten.

Muslimisches Grabfeld

Das Muslimische Grabfeld befindet sich im Friedhof Rosenberg. Es sind Erdreihengräber. Jedes Grab ist nach Mekka ausgerichtet. Die Gräber werden nacheinander zugeteilt – je nach Zeitpunkt des Todesfalls. Sie können das Grab mit einem Grabstein und Pflanzen gestalten. Auf dem muslimischen Grabfeld werden keine Aschen beigesetzt – weder früher noch in Zukunft.

Geometrisches Grabfeld mit bunten Pflanzen und Bäumen im Hintergrund.
Muslimisches Grabfeld Friedhof Rosenberg
© Christian Wieland

Grab der letzten Ruhestätte

Das Grab der letzten Ruhestätte im Friedhof Rosenberg nimmt die Aschen aus ausgegrabenen Urnenreihengräbern aller städtischen Friedhöfe auf. Die Aschen werden anonym beigesetzt. Nur das Jahr der Beisetzung wird aufgezeichnet. Eine Namensnennung ist nicht möglich.

Metallskulpturen in einem gepflegten Garten mit Bäumen.
Grab der letzten Ruhestätte Friedhof Rosenberg
© Christian Wieland

Für diesen Inhalt zuständig

Bestattungen & Friedhöfe

Friedhofverwaltung (Bestattungsamt)
Am Rosenberg 5
8400 Winterthur

Öffnungszeiten

Montag–Donnerstag08.30–12.00 Uhr,
13.30–17.00 Uhr
Freitag08.30–12.00 Uhr,
13.30–16.00 Uhr

In dringenden Fällen bezüglich Todesfällen ausserhalb der Öffnungszeiten wenden Sie sich bitte an die Stadtpolizei Winterthur unter der Telefonnummer +41 52 267 51 52.

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