Friedhof Rosenberg
Friedhof Rosenberg
Die Friedhofanlage Rosenberg zählt zu den schönsten der Schweiz. Aufgrund der Architektur und der Kunstgegenstände steht die Anlage unter Denkmalschutz. Sie wurde ab 1913 durch die Architekten Rittmeyer und Furrer erstellt. Um 1940 wurde die Anlage durch Architekt Merkelbach und Gärtnermeister Haggenmacher erweitert.
Im Friedhof Rosenberg sind neben den klassischen Reihengräbern auch diverse Themengrabfelder wie die Baumgräber, das Wiesengrabfeld oder die letzte Ruhestätte vorhanden. Auch das Muslimische Grabfeld befindet sich auf dem Friedhof Rosenberg.
Lage
Der Friedhof Rosenberg ist mit Privatfahrzeugen über die Schaffhauserstrasse, Abzweigung Am Rosenberg erreichbar. Die Haltestelle «Friedhof» der Buslinie 3 befindet sich direkt unterhalb des Friedhofs.
Tiere und Pflanzen
Der Friedhof Rosenberg liegt zwischen dem Lindbergwald und dem Siedlungsgebiet. Seine Wald- und Parkflächen verbinden diese beiden Bereiche.
Auf dem Friedhof wachsen 8 Pflanzenarten, die auf der Roten Liste der Schweiz oder des östlichen Mittellandes stehen. Das sind Arten, die selten sind und besonderen Schutz brauchen. Dazu kommen 9 Orchideenarten, von denen einige ebenfalls selten sind. Die Blumenwiesen bieten Lebensraum für viele Tiere: 20 Tagfalterarten, 8 Heuschreckenarten und viele andere Insekten leben hier.
Auch Eidechsen sind auf dem Friedhof zu Hause. Besonders auffällig ist die grosse Population der Zauneidechse. Für die Vogelwelt ist der Friedhof ebenfalls wichtig: 38 Vogelarten nutzen das Gelände zum Brüten oder zur Nahrungssuche. In der Stadt werden Lebensräume für Vögel immer seltener – der Friedhof ist daher besonders wertvoll. Alte Bäume mit Höhlen bieten Vögeln und Fledermäusen Unterschlupf. Fünf verschiedene Fledermausarten wurden hier beobachtet.
Rehwild auf dem Friedhofsareal
Rehe fühlen sich auf dem Friedhofareal besonders wohl. Sie finden dort Ruhe, gute Verstecke und reichlich Futter auf engem Raum. Die anpassungsfähigen Tiere schlüpfen durch kleine Lücken im Zaun oder gelangen durch offene Türen und Tore auf das Friedhofsgelände. Auf dem Friedhof fressen sie Zierpflanzen und Grabschmuck. Viele Besuchende freuen sich, wenn sie Rehe auf dem Friedhof sehen. Gleichzeitig ärgern sich Trauernde, wenn die Tiere Grabbepflanzungen und Grabschmuck beschädigen.
Der Friedhof ist von Wald umgeben. Es ist kaum möglich, ihn ohne grossen Aufwand dauerhaft rehfrei zu halten. Das will Stadtgrün Winterthur vermeiden und beobachtet die Situation laufend. Mit geeigneten Massnahmen wie der laufenden Verbesserung der Zäune und Eingangstore versucht Stadtgrün, den Rehwildbestand mit dem Lebensraum Friedhof im Gleichgewicht zu halten.
Kunst
Auf dem Friedhof Rosenberg sind Grabmale aus der gesamten Zeitspanne seit der Eröffnung 1914 erhalten. Einige Grabstätten sind künstlerisch besonders sorgfältig gestaltet. Sie zeigen, wie sich die Grabmalkunst in verschiedenen Epochen entwickelt hat. Dazu gesellen sich Kunstwerke, die nicht zu einem einzelnen Grab gehören. Bekannte und unbekanntere Künstler:innen haben diese Werke geschaffen.
Geschichte
Der Entwurf des Friedhofs Rosenberg stammt vom Winterthurer Architekten Robert Rittmeyer, unterstützt von Walter Furrer. Er geht auf das Jahr 1908 zurück. 1914 wurde die Anlage eingeweiht. Der nördliche Teil ist eine Erweiterung von Robert Merkelbach im Jahr 1940. Die beiden Friedhofspartien sind unterschiedlich gestaltet und werden durch Stadtgrün Winterthur bewusst denkmalgerecht in ihrer spezifischen Art erhalten und gepflegt. Der Südteil spielt dialogisch mit dem Gegensatz von dichtem Wald und offenen Flächen mit Ausblicken in die umgebende Landschaft. Der Nordteil ist hingegen als «Garten im Wald» zu verstehen, ein grosser, landschaftlich gestalteter Park mit einem waldartigen Saum.
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Bestattungen & Friedhöfe
Öffnungszeiten
| Montag–Donnerstag | 08.30–12.00 Uhr, 13.30–17.00 Uhr |
| Freitag | 08.30–12.00 Uhr, 13.30–16.00 Uhr |
In dringenden Fällen bezüglich Todesfällen ausserhalb der Öffnungszeiten wenden Sie sich bitte an die Stadtpolizei Winterthur unter der Telefonnummer +41 52 267 51 52.
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