Aufwertung Mattenbach

Der Mattenbach und seine Ufer dienen als Naherholungsraum aber auch als wichtige Fuss- und Veloverbindung zwischen dem Stadtzentrum und Seen. Ein Aufwertungsprojekt soll Hochwasserschutz, Renaturierung, Naherholung und Verkehr zusammenbringen.
Handzeichnung des künftigen Mattenbachs mit stilisierten Figuren aus dem Siegerprojekt des Wettebewerbs.
© Studio Céline Baumann

Projektübersicht

Der Mattenbach zwischen Seen und der Eulachmündung ist bereits heute ein wertvoller Erholungsraum. Seine beiden Uferwege sind als Spazierwege und autofreie Veloverbindung sehr beliebt. Allerdings bestehen Mängel beim Hochwasserschutz und der stark korrigierte Bach hat daher nur einen geringen ökologischen Wert. Zudem soll die Veloroute Altstadt-Seen normgemäss umgesetzt werden. 

Ein erstes Konzept zur Umsetzung der Veloroute stiess 2022 auf breiten Widerstand. Der Stadtrat beschloss darum, eine Gesamtschau des Gebiets entlang des Mattenbachs zwischen Seen und der Einmündung in die Eulach vorzunehmen und liess einen Studienauftrag mit drei Teams durchführen. Ziel war es, ein tragfähiges Gesamtkonzept für das Gebiet zu erarbeiten, das den Hochwasserschutz, die zukünftigen Bedürfnisse von Fussgängern und Velofahrern sowie die Lebensqualität der Anwohner berücksichtigt. Die Bevölkerung wurde im Prozess einbezogen. Das Siegerprojekt «Entre Terre et Eau» vom Team Studio Céline Baumann wurde im Dezember 2025 vorgestellt und wird nun weiterbearbeitet.

Das wird erreicht

  • Schutz vor Hochwasser für Gebäude nahe des Mattenbachs.
  • Revitalisierung des Bachlaufs zugunsten von Pflanzen und Tieren.
  • Zugänge zum Wasser für die Bevölkerung.
  • Realisierung der Veloroute nach Seen (via Waldeggstrasse).
  • Weitgehender Erhalt des Baumbestands.

Aktueller Stand

Studienauftrag
abgeschlossen 2025
Öffentliche Ausstellung
Januar 2026
Projektierung
in Arbeit
Mitwirkung
ab 2028
Realisierung
ab 2031

Details zum Projekt

Heute fliesst der Mattenbach schnurgerade. Er hat steil abfallende Ufer und eine betonierte Sohle. Künftig soll bei Starkregen mehr Wasser abfliessen können. Der Bach soll mäandrieren können. Und die Menschen sollen stellenweise Zugang zum Wasser bekommen. All das braucht Platz. Müssen für ein breiteres Bachbett die alten Bäume an den heutigen Ufern weichen?

Das Siegerprojekt «Entre Terre et Eau» des Teams von Studio Céline Baumann schlägt im Abschnitt zwischen Seen und Schulhaus Mattenbach eine neue Wegführung vor. Der Spazier- und Veloweg soll künftig dort verlaufen, wo sich heute das Bachbett befindet. Er ist damit beidseitig von alten Bäumen gesäumt. Der Mattenbach selbst wird in neues Bachbett rund vier Meter nach Süden verlegt. 

Der untere Abschnitt zwischen dem Schulhaus Mattenbach und dem unteren Deutweg hat besonders viel ökologisches Aufwertungspotenzial. Hier wird der eingedolte Steglitobelbach an die Oberfläche geholt, wo er in den Qualletbach mündet. Ein Fusspfad sowie Holzstege machen diese naturnahe Landschaft erlebbar.

Die Veloroute, die direkt, breit und komfortabel ausgebaut werden soll, soll über die Waldeggstrasse geführt werden. So werden Konflikte zwischen schnellen Velos und langsameren Verkehrsteilnehmenden entschärft.

Damit die Anliegen der Bevölkerung Gehör finden, wurde ein Partizipationsprozess durchgeführt. Vertreter:innen verschiedener Anspruchsgruppen begleiteten den Studienauftrag in einer Spurgruppe.

Team - Empfehlung zur Weiterbearbeitung «Entre terre et eau»

Landschaftsarchitektur
Studio Céline Baumann, Basel
Verkehrsplanung
Schneiter Verkehrsplanung AG, Zürich Glarus
Ökologie
OePlan GmbH, Altstätten
Sozialraum
Barbara Emmenegger Soziologie und Raum, Zürich

Adresse

Für diesen Inhalt zuständig

Stadtraum und Architektur

Amt für Städtebau, Stadtraum & Architektur
Pionierstrasse 7
8403 Winterthur

Öffnungszeiten

Montag–Donnerstag08.00–12.00,
13.30–17.00 Uhr
Freitag08.00–12.00
13.30–16.00 Uhr
  • Seite erstellt am
  • Inhalt zuletzt aktualisiert am
Zurück zu «Aktuelle Projekte»