Sanierung Stadtgarten

Projektübersicht
Der Stadtgarten liegt zentral in Winterthur, nahe dem Bahnhof und der Altstadt. Er ist der meistgenutzte Park der Stadt: Hier picknicken, spielen, lesen, schlendern und entspannen die Menschen. In seiner heutigen Form gibt es den Stadtgarten seit 1952, wobei er nie eine gesamthafte Sanierung erhalten hatte.
Diese war nötig geworden. Die intensive Nutzung hatte Spuren hinterlassen. Sitzbänke und Spielplatz waren abgenutzt. Bei Artenvielfalt und Grundwasserversorgung gab es Verbesserungspotenzial. Als die Stadt 2021 eine Jubiläumsdividende von der Zürcher Kantonalbank erhielt, beschloss das Stadtparlament, das Geld in die Erneuerung des Stadtgartens zu investieren. Rund drei Viertel der Projektkosten von 4,9 Millionen Franken wurden so finanziert.
Von 2024 bis 2026 wurde der Park etappenweise erneuert. So blieben auch während des Umbaus immer Teile des Stadtgartens für die Bevölkerung zugänglich. Saniert wurden unter anderem das Wasserbecken, die Beleuchtung und die Werkleitungen. Zudem entstanden zwei neue Spielplätze, Sitzbänke und eine Buvette. Duzende Bäume und Büsche wurden gepflanzt.
Das wurde erreicht
- Zwei neue Spielplätze im Zentrum des Parks beim Altstadtschulhaus
- Aufgehobene Trennmauer und Zaun zwischen Altstadtschulhaus und Stadtgarten: so entsteht eine zusammenhängende Fläche
- Buvette am neu gestalteten Baumplatz
- Zusätzliche, hindernisfreie WC-Anlage
- Besseres System zur Versickerung des Regenwassers im Park: so bildet sich Grundwasser
- Wildpflanzen, Blütenstauden und historische Kulturpflanzen
Zeitlicher Ablauf
Kreditbewilligung Stadtparlament | 17. Mai 2021 |
Projektierung | ab Herbst 2021 |
Baueingabe | 13. Januar 2023 |
Umsetzung in Etappen | ab Frühling 2024 |
Fertigstellung | Herbst 2026 |
Details zum Projekt
Der Stadtgarten ist der meistgenutzte Park von Winterthur. Er ist rund 23'000 Quadratmeter gross und dient rund um die Uhr der Erholung, dem Austausch sowie Spiel und Sport.
Auf seine gestiegenen Bedürfnisse und die hohe Nutzung wurde der 70 Jahre alte Park mittels einer Sanierung besser angepasst.
Finanziert wurde das Projekt zu einem grossen Teil durch die Jubiläumsdividende der ZKB. Der Betrag von rund 3,7 Millionen Franken deckte einen grossen Teil der Projektkosten von 4,9 Millionen Franken.
Konzept der Sanierung
Erhalt der historischen Struktur
Erhalt der historischen Struktur
Die bestehende Struktur mit der grossen, offenen Rasenfläche und den vielen alten Bäumen wurde erhalten. Auch das Wasserbecken in der Parkmitte blieb: nach seiner Sanierung ist es neu auch für Spiel und Erfrischung zugänglich. Um das historische Barockhäuschen noch besser in Szene zu setzen, wurde es mit blühenden Stauden bepflanzt.
Bessere Anknüpfung
Bessere Anknüpfung
Der Park wurde noch stärker geöffnet: Wege und Parköffnungen wurden so angepasst, dass Besucher:innen besser zu umliegenden Orten wie dem Kunst- und Naturmuseum, dem Theater Winterthur, dem Jonas-Furrer-Denkmal und dem Merkurplatz kommen. Der Ballfangzaun und die Mauer zwischen Altstadtschulhaus und Stadtgarten wurden entfernt, wodurch eine noch grössere zusammenhängende Fläche entstand.
Ökologie fördern
Ökologie fördern
Regen- und Schmelzwasser versickert seit der Sanierung besser im Park und bildet Grundwasser. Die veralteten Strom- und Wasserleitungen wurden ersetzt und in die historischen Parkleuchten wurden energieeffiziente Leuchtmittel eingesetzt. Der Blumengarten wurde biodiverser: er erhielt Wild- und Kulturpflanzen sowie robuste Blütenstauden. Insgesamt wurden im Rahmen der Sanierung Dutzende neue Bäume und Sträucher gepflanzt.
Spielplätze «Polis» und «Observatorium»
Beide neuen Spielplätze stammen vom Winterthurer Atelier Schelb und Partner AG, das den entsprechenden Wettbewerb gewann.
Der Spielplatz «Polis» liegt zentral im Stadtgarten, dort wo davor bereits ein Spielplatz war. Er gliedert sich in verschiedene Spielbereiche für kleinere und grössere Kinder, mit Kletterbereichen, Rutschen, Wasserspielbereichen und Sitzmöglichkeiten für Begleitpersonen.
Der Spielplatz «Observatorium» entstand zwischen dem Altstadtschulhaus und dem Stadtgarten als zweiter, neuer Spielplatz. Markant sind sein Kletterturm mit Rutschbahn und die überdimensionierten hölzernen Farbstifte, die als Stützen für ein bekletterbares Netz dienen. Der Platz dient in den Pausenzeiten den Schulkindern und ist auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

Die Buvette
Am neu gestalteten Baumplatz entstand unter einer neuen Pergola eine Buvette mit vorgelagertem Strassencafé. Die Buvette wird gemäss dem vom Stadtparlament beschlossenen Nutzungskonzept betrieben. Sie wurde im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung verpachtet.
Der Stadtgarten steht darüber hinaus auch für weitere, punktuelle Nutzungen offen. Mit einer Bewilligung dürfen Foodtrucks und mobile bediente Stände in den Park sowie Strassenmusik, Kleinveranstaltungen oder Ausstellungen stattfinden.
Projektteam
Landschaftsarchitektur (Federführung) | Balliana Schubert Landschaftsarchitekten AG, Zürich |
Fachplanung Werkleitungen | Stadtwerk Winterthur |
Adresse
Stadtgarten, Stadthausstrasse, 8400 Winterthur
Für diesen Inhalt zuständig
Stadtgrün Winterthur
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