Verwaltungsgebäude und Busdepot Deutweg

Projektüberblick
Auf dem Areal des ehemaligen Busdepots im Mattenbachquartier soll eine genossenschaftliche Wohnüberbauung entstehen. Das Busdepot an der Tösstalstrasse 86 wurde im Jahr 2015 ausser Betrieb genommen und steht seither grösstenteils leer. Bevor die neuen Wohnungen auf dem Areal entstehen können, muss die Stadt als Grundeigentümerin das Gelände von Altlasten befreien: Voruntersuchungen zeigten, dass Teile der Gebäude und des Erdreichs mit Asbest sowie mit PAK- und PCB-belasteten Materialien verunreinigt sind.
Die Sanierung läuft gestaffelt und soll bei den Gebäuden bis Juni 2027 grösstenteils, beim belasteten Erdreich bis Sommer 2027 abgeschlossen sein. Sie bildet die Grundlage dafür, dass die geplante Wohnüberbauung mit rund 130 Genossenschaftswohnungen realisiert werden kann.
Das wird erreicht
- Sichere und umweltgerechte Sanierung des ehemaligen Busdepots
- Entfernung von Schadstoffen und Altlasten nach gesetzlichen Vorgaben
- Voraussetzung für rund 130 neue Genossenschaftswohnungen
- Investition von rund 2,12 Mio. Franken
- Etappierte Umsetzung bis 2027
Aktueller Stand
Ausführungskredit | erhalten, 2025 |
Baubewilligung | erhalten, 2025 |
Ausschreibung | abgeschlossen, 2025 |
Ausführung | in Bearbeitung |
Abschluss | offen |
Details zum Projekt
Das Areal Depot Deutweg hat eine lange Geschichte. 1904 wurde dort ein Tramdepot mit Werkstatt errichtet und im Lauf der Jahre erweitert. Später wurde es als Busdepot genutzt und 2015 ausser Betrieb genommen. Mehrere Bauten aus dieser Zeit stehen unter Schutz und bleiben zwingend erhalten: die Urhalle von 1904 sowie das Verwaltungsgebäude von 1960, dazu der historische Vorplatz. Diese Elemente werden in die künftige Überbauung integriert. Deshalb erfolgt die Planung der Sanierungsarbeiten in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege der Stadt Winterthur und den Projektarchitekten.
Rechtliche Grundlage für die Umnutzung des Areals ist der öffentliche Gestaltungsplan «Areal Depot Deutweg», der seit März 2021 rechtskräftig ist. Gemäss diesem Gestaltungsplan wird die Liegenschaft im Mattenbachquartier neu genutzt. Vorgesehen sind rund 130 neue Genossenschaftswohnungen sowie Gewerberäume. Die Stadt gibt das Areal dazu im Baurecht an die Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Winterthur (GWG), die Wohnbaugenossenschaft Talgut und die Genossenschaft für Alters- und Invalidenwohnungen (gaiwo) ab.
Die Sanierung selbst läuft in mehreren Etappen. In einem ersten Schritt werden die gut zugänglichen Bereiche von Schadstoffen und Altlasten befreit, noch bevor die Trägerschaft mit ihrem eigenen Bauprojekt beginnt. Danach folgen die Sanierung von Bauteilen, die derzeit nicht frei zugänglich sind, sowie die Entsorgung des belasteten Bodens, insbesondere im Bereich der ehemaligen Tankstelle. Diese Arbeiten sind zeitlich auf das Bauprogramm der Genossenschaften abgestimmt. Die Gesamtkosten der Schadstoff- und Altlastensanierung von rund 2,12 Mio. Franken hat der Stadtrat als gebundene Ausgabe bewilligt.
Parallel dazu schreitet das Bauprojekt der drei Genossenschaften voran. Im Juli 2026 erhielten sie die Baufreigabe für Rückbau und Aushub und konnten mit den Bauarbeiten beginnen. Die Siedlung soll im Frühjahr 2029 bezugsbereit sein.
Projektinformationen
Bauherrschaft | Stadt Winterthur |
Eigentümervertretung | Bereich Immobilien Departement Finanzen |
Bauherrenvertretung | Hochbau, Amt für Städtebau Departement Bau und Mobilität |
Architektur | Conen Sigl Architekten |
Baumanagement | Baumanagement Wild GmbH |
Fachbauleitung Schadstoffe und Altlasten | ECOSENS |
Voraussichtliche Bauzeit | 2025 - 2027 |
Ausführungskredit | CHF 2'120'000 |
Geschätzte Baukosten | CHF 2'120'000 |
Adresse
Tösstalstrasse 86, 8400 Winterthur
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