Alterszentrum Adlergarten

Der Erweiterungsbau beim städtischen Alterszentrum Adlergarten bietet 120 Pflegeplätze, ein Tageszentrum, Räume für Aktivierung und Therapien sowie einen Mehrzweckraum. Während der Sanierung der Alterszentren Oberi, Rosental und Brühlgut dient der Neubau als Rochadefläche. Danach wird er dauerhaft Teil des Alterszentrums Adlergarten.
Moderne Wohngebäude mit Grünflächen und Bäumen.
Visualisierung Alterszentrum Adlergarten
© Studio Diode

Projektübersicht

Drei der fünf städtischen Alterszentren müssen in den nächsten Jahren saniert werden. Ein Erweiterungsneubau neben dem Alterszentrum Adlergarten soll den Bewohnenden der Alterszentren Oberi, Brühlgut und Rosental nacheinander Platz bieten, während die entsprechenden Gebäude renoviert werden. Danach wird der Erweiterungsneubau als Teil des Alterszentrums Adlergarten genutzt. Der Bau schliesst an das bestehende Gebäude an und lässt den denkmalgeschützten Park in der Mitte frei. Er bietet Platz für 120 Langzeitpflegeplätze, davon 24 als geschützte Plätze für Menschen mit Demenz. 

Das Winterthurer Stimmvolk stimmt am 27. September 2026 über einen Verpflichtungskredit von 85,18 Millionen Franken ab. Stadtrat und Parlament (mit 56 zu 0 Stimmen) empfehlen, Ja zu stimmen.

Das wird erreicht

  • 120 Langzeitpflegeplätze / Einzelzimmer
  • Geschützte Wohngruppe für Menschen mit Demenz mit direktem Zugang zu Demenzgarten
  • Räume für Aktivierung und Therapien 
  • Erhalt des Baumbestands und der geschützten Parkanlage
  • Neuer Parkzugang mit Platzgestaltung 

Aktueller Stand

Projektierung
abgeschlossen, 08/2025
Baubewilligung
in Bearbeitung
Ausführungskredit
offen
Ausschreibung
offen
Ausführung
offen
Abschluss
offen

Details zum Projekt

Die Stadt Winterthur betreibt fünf städtische Alterszentren (Adlergarten, Brühlgut, Neumarkt, Oberi und Rosental). Die Gebäude der Alterszentren Oberi, Brühlgut und Rosental sind über 40 Jahre alt und wurden nie umfassend erneuert. Sie müssen in den nächsten Jahren saniert werden, um den Betrieb langfristig sicherzustellen und an künftige Anforderungen anzupassen. Diese Arbeiten können nicht durchgeführt werden, während die Gebäude bewohnt sind. Deshalb wird eine sogenannte Rochadefläche benötigt, also ein Gebäude, in das die Bewohnenden während des Umbaus ziehen können. 

Mit dem Neubau neben dem bestehenden Alterszentrum Adlergarten wird diese Rochadefläche geschaffen. Der Neubau ermöglicht die gestaffelte Sanierung der Alterszentren Oberi, Brühlgut und Rosental. Nach den Erneuerungen werden die Pflegeplätze dauerhaft als Teil des Alterszentrums Adlergarten genutzt.

Erweiterungsneubau mit Verbindung zum Hauptgebäude

Der Erweiterungsneubau Adlergarten schliesst seitlich an das bestehende Hauptgebäude an. Er umfasst ein Untergeschoss, sechs Vollgeschosse sowie ein Attikageschoss. Der Neubau und das Hauptgebäude werden im Erdgeschoss miteinander verbunden. Dieser Verbindungsbau wird den neuen Haupteingang zum Alterszentrum Adlergarten bilden. Dafür muss auch das bestehende Gebäude baulich angepasst werden. 

Auf der Dachterrasse des Verbindungsbaus wird ein Garten für eine geschützte Demenzwohngruppe im ersten Stock entstehen. Vier weitere Stockwerke bieten Platz für jeweils eine Wohngruppe. Alle Wohngruppen haben eigene Wohn- und Aufenthaltsräume mit Koch- und Essbereichen sowie eine Loggia, die gedeckte Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien bietet. Der Korridor in den Wohngruppen wird als «Wandelhalle» mit grosszügigen Fensterflächen, Nischen und Sitzgelegenheiten gestaltet.

Im Erdgeschoss werden ein neuer Mehrzwecksaal, eine Bibliothek und eine Werkstatt entstehen. Auch das Tageszentrum wird künftig im Neubau unterkommen. Zudem sind Räume für die Verwaltung des Alterszentrums geplant. Im Attikageschoss werden Räume für Physiotherapie und Aktivierungsangebote geschaffen. 

Der Erweiterungsneubau wird nach dem Minergie-P-Eco-Standard gebaut. Wo möglich, werden energieintensive Baustoffe weggelassen, zudem wird Recyclingbeton verwendet. Der Neubau nutzt den bestehenden Fernwärmeanschluss und setzt damit auf eine nachhaltige Energieversorgung. Zudem wird auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert, die Strom für das Alterszentrum liefert. Kombiniert wird die Photovoltaikanlage mit einer Dachbegrünung, die zur Wasserspeicherung und Hitzeminderung des Stadtklimas beiträgt.

Bewohnendenzimmer mit direktem Zugang zur Laube

Der Erweiterungsneubau bietet 120 Pflegeplätze, davon sind 24 als geschützte Plätze für Menschen mit Demenz ausgelegt. Alle Bewohnendenzimmer verfügen über grosse Fenster und über ein eigenes barrierefreies Badezimmer, das die Bedürfnisse der Bewohnenden und der Pflegenden erfüllt. Ein Grossteil der Zimmer hat zudem einen direkten Zugang zur Laube.

Die Positionierung und Gestaltung des Neubaus berücksichtigen den Baumbestand und den denkmalgeschützten historischen Garten. Das Personalhaus 1 sowie der befristet bewilligte Modulbau an der Adlerstrasse werden rückgebaut. Indem der Neubau entlang der Adlerstrasse gebaut wird, bleibt der Park in der Mitte frei und weiterhin öffentlich zugänglich. So steht er der Winterthurer Bevölkerung auch künftig als Aufenthalts- und Erholungsraum zur Verfügung. Die Umgebung des Neubaus ordnet sich in den bestehenden Park ein und ergänzt ihn um vielfältige, barrierefreie Aussenräume. An der Ecke Adler-/Tösstalstrasse entsteht der südliche Zugang zum Park. Ein lichtes Baumdach und ein Platz laden zum Verweilen ein und leiten über ein Wegnetz in die Anlage hinein. Dieses Wegnetz wird, soweit möglich, aus alten Plänen nachgezeichnet und an bestehende Wege angebunden. Die Bepflanzung der Gartenanlage soll die Biodiversität fördern und gleichzeitig zu einem angenehmen Aufenthalt für Bewohnende und Besuchende beitragen.

Die Finanzierung des Erweiterungsneubaus Adlergarten erfolgt über den Eigenwirtschaftsbetrieb Alter und Pflege. Die Winterthurer Stimmbevölkerung wird im am 27. September 2026 über den Verpflichtungskredit über 85,18 Millionen Franken für den Erweiterungsneubau Adlergarten abstimmen können. Der Stadtrat und das Stadtparlament (mit 56 zu 0 Stimmen) empfehlen, Ja zu stimmen.

Projektinformationen

Bauherrschaft
Stadt Winterthur
Eigentümervertretung
Alter und Pflege
Departement Soziales
Bauherrenvertretung
Hochbau, Amt für Städtebau
Departement Bau und Mobilität 
 
Architektur
Julian C. Fischer Architekten GmbH, Zürich
Landschaftsarchitektur
Albiez de Tomasi GmbH, Zürich
Tragwerksplanung
Egeter & Partner AG, Lienz
HLKS-Planung
Gähler Partner AG, Ennetbaden
Elektroplanung
CH Ingenieure GmbH, Opfikon
Nachhaltigkeit und Gebäudeschadstoffe
FRIEDLIPARTNER AG, Zürich
 
Auswahlverfahren
Projektwettbewerb im offenen Verfahren, 10/2022
Voraussichtliche Bauzeit
2027-2031
 
Projektierungskredit
CHF 5'000'000
Ausführungskredit
CHF 85'180'000
Geschätzte Baukosten 
CHF 90'180'000

Adresse

Gärtnerstrasse 1, 8400 Winterthur

Für diesen Inhalt zuständig

Hochbau

Amt für Städtebau, Hochbau
Pionierstrasse 7
8403 Winterthur

Öffnungszeiten

Montag–Donnerstag08.00–12.00,
13.30–17.00 Uhr
Freitag08.00–12.00,
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