Legislaturziel: Wir bewahren das Sicherheitsgefühl in einer wachsenden Stadt

Strategie Sicherheit erarbeiten und umsetzen
Sicherheit ist eine zentrale Voraussetzung für Lebensqualität, Vertrauen und ein gutes Zusammenleben. Winterthur verfügt dabei über eine gute Ausgangslage: Das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung ist hoch, die Kriminalitätsentwicklung insgesamt erfreulich und die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen gut etabliert.
Gleichzeitig verändern sich die Anforderungen an die städtische Sicherheitspolitik. Entwicklungen etwa bei häuslicher Gewalt, im öffentlichen Raum, bei Lärm und Littering, in der Verkehrssicherheit
oder bei neuen gesellschaftlichen Risiken erfordern ein frühzeitiges, koordiniertes und bereichsübergreifendes Vorgehen. Die Stadt versteht Sicherheit deshalb ganzheitlich und verbindet Prävention, Unterstützung, Repression und Nachbearbeitung.
Das bestehende gesamtstädtische Sicherheitskonzept stammt aus dem Jahr 2018 und wurde 2022 überarbeitet. Es legt Schwerpunkte fest und fordert ein interdepartementales Vorgehen.
Um die städtische Sicherheitspolitik auf die aktuellen und künftigen Herausforderungen auszurichten, wird eine Strategie Sicherheit erarbeitet. Nach Fertigstellung der Strategie werden die einzelnen Massnahmen während der Legislatur umgesetzt. Ein Monitoring soll deren Umsetzung und Wirkung systematisch erfassen.
Meilensteine bis Ende 2029
- Lagebeurteilung zur Festlegung der Handlungsfelder und Fokusthemen sowie Erarbeitung geeigneter Massnahmen
- Verabschiedung der Strategie durch den Stadtrat und Umsetzung erster Massnahmen
- Wirkungsmonitoring und Berichterstattung an den Stadtrat
Istanbul-Konvention auf städtischer Ebene umsetzen
Im Jahr 2025 verzeichnete Winterthur erneut einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen im Bereich häuslicher Gewalt. Die Ausrückfälle wegen familiärer Spannungen, Streitigkeiten und häuslicher Gewalt nahmen um rund 20 Prozent zu.
Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt gelten gemäss Istanbul-Konvention als Menschenrechtsverletzung. Mit der Ratifizierung des Übereinkommens hat sich die Schweiz dazu verpflichtet, diese Gewaltformen zu verhindern und zu bekämpfen. Am 1. April 2018 ist die Konvention in der Schweiz in Kraft getreten. Mit dem Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention haben Bund, Kantone und Gemeinden 2022 konkrete Massnahmen festgelegt.
Dazu zählen unter anderem die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung, die Aus- und Weiterbildungen von Fachpersonen und ehrenamtlich Tätigen sowie der Erfahrungsaustausch
über bewährte Ansätze für die Gewaltprävention.
Winterthur greift diese Zielsetzungen auf und setzt entsprechende Massnahmen auf städtischer Ebene um.
Meilensteine bis Ende 2029
- Analyse der Situation in Winterthur im Rahmen des Postulats 2025.122
- Umsetzung konkreter Massnahmen
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