Zimmer Biomet baut weniger Stellen ab als zuerst angekündigt

Medienmitteilung

Präsidiales

Zimmer Biomet hat nach Abschluss des Konsultationsverfahrens entschieden, weniger Stellen am Standort Winterthur abzubauen als ursprünglich angekündigt. Der Stadtrat begrüsst diesen Entscheid. Er hatte sich gemeinsam mit dem Kanton Zürich und weiteren Partner:innen dafür eingesetzt, möglichst viele Arbeitsplätze, industrielles Know-how und Produktionsaktivitäten in Winterthur zu erhalten.

Zimmer Biomet hatte Anfang September angekündigt, am Standort Winterthur rund 580 Stellen abbauen zu wollen. Nach Abschluss des Konsultationsverfahrens hat das Unternehmen seine ursprünglichen Pläne angepasst. Neu sollen 490 Stellen abgebaut werden. Damit bleiben 90 Arbeitsplätze mehr als ursprünglich vorgesehen in Winterthur erhalten. Weiter konnte auch für die rund 100 Auszubildenden eine Lösung gefunden werden.

Der Stadtrat begrüsst, dass Zimmer Biomet seine ursprünglichen Pläne überprüft hat, mehr Arbeitsplätze sowie Produktionsaktivitäten am Standort Winterthur erhalten bleiben und zudem der Umsetzungsprozess zeitlich verlängert wird. Gleichzeitig ist der Stellenabbau für die betroffenen Mitarbeitenden und ihre Familien weiterhin ein schwerer Einschnitt. Auch für den Wirtschaftsstandort Winterthur bedeutet er einen Verlust an Arbeitsplätzen, industriellem Know-how und Wertschöpfung.

Konkrete Vorschläge für den Standort Winterthur

Unmittelbar nach der Ankündigung der geplanten Restrukturierung Anfang September hat eine Delegation rund um Regierungsratspräsidentin Carmen Walker Späh, Stadtpräsident Stefan Fritschi und Finanzvorsteher Kaspar Bopp das Gespräch mit Zimmer Biomet gesucht. Ziel war es, Alternativen zur geplanten Verlagerung aufzuzeigen und möglichst viele Arbeitsplätze und Produktionsaktivitäten in Winterthur zu erhalten.

In mehreren Gesprächen unterbreitete die Stadt Zimmer Biomet konkrete Vorschläge für eine langfristige industrielle Präsenz in Winterthur, die auf den bestehenden Stärken des Standorts aufbauten. Einzelne Vorschläge wurden übernommen und tragen zum Verbleib eines Teils der Produktion bei. Zudem wurde aufgezeigt, welche Chancen sich für Zimmer Biomet aus dem starken MedTech-Ökosystem im Grossraum Zürich ergeben.

Breite Unterstützung für den Standort

Die Bemühungen um den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze und Produktionsaktivitäten wurden von zahlreichen Akteur:innen aus Wirtschaft, Medizin und Politik unterstützt. Sie unterstrichen die Bedeutung des in Winterthur vorhandenen industriellen Know-hows und des MedTech-Standorts im Grossraum Zürich. Die Region verbindet klinische Kompetenz, Forschung und Entwicklung, Präzisionsfertigung sowie Kompetenzen in neuen Technologien wie künstlicher Intelligenz und Robotik.

Für den Stadtrat haben die vergangenen Wochen gezeigt, wie breit die Unterstützung für den Industrie- und MedTech-Standort Winterthur ist. Er dankt allen Beteiligten, die sich konstruktiv in den Prozess eingebracht und nach Lösungen gesucht haben. Wichtig ist nun, dass die verbleibenden Aktivitäten von Zimmer Biomet in Winterthur eine langfristige Perspektive erhalten.

Dialog mit Zimmer Biomet wird fortgesetzt

Der Stadtrat wird den konstruktiven Austausch mit Zimmer Biomet, dem Kanton Zürich und weiteren Akteur:innen weiterführen. Ziel ist es, die langfristige Präsenz des Unternehmens in Winterthur zu stärken und gute Rahmenbedingungen für die verbleibenden Arbeitsplätze und Produktionsaktivitäten zu schaffen.

Zimmer Biomet hatte in den Gesprächen mit Stadt und Kanton bekräftigt, dass Winterthur auch künftig für das Unternehmen von Bedeutung sein und eine starke Partnerschaft mit der Region erhalten bleiben soll. Der Stadtrat begrüsst diese Absicht und ist bereit, die weitere Entwicklung des Standorts konstruktiv zu begleiten.

Für diesen Inhalt zuständig

  • Seite erstellt am
  • Inhalt zuletzt aktualisiert am