Herbst 2026: Herbstzeit ist Pflanzzeit

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Stadtgrün Winterthur

Kleine Bäume auf einer Rasenfläche vor Gebäuden und Autos.
Wenn die Tage kühler werden und die Bäume und Sträucher ihre Blätter fallen lassen, ist der ideale Zeitpunkt, Gehölze zu pflegen und zu pflanzen. Es ist auch der richtige Zeitpunkt, invasive gebietsfremde Strauch- und Baumarten aus dem Garten zu entfernen und gleich eine einheimische Ersatzart zu pflanzen.

Beliebte Gartensträucher wie zum Beispiel Sommerflieder, Kirschlorbeer, Cotoneaster und Runzelblättriger Schneeball gehören zu den invasiven Neophyten. Das heisst, sie verbreiten sich sehr stark und verdrängen so die einheimische Flora und Fauna. Oftmals versamen diese Sträucher in den Wald und breiten sich dort stark aus, sodass die jungen Bäume nicht mehr aufkommen können. Auch haben die invasiven Neophyten keinen oder nur sehr wenig ökologischen Wert. Das bedeutet, dass heimische Tier- oder Pflanzenarten kaum von ihren Blüten, Blättern oder Beeren profitieren. So zieht beispielsweise der Sommerflieder mit seinen duftenden Blüten viele Schmetterlinge an, welche wiederum ihre Eier an den Sommerflieder legen. Jedoch können die geschlüpften Raupen den Sommerflieder nicht fressen und sterben.

Wenn Sie invasive gebietsfremde Sträucher aus Ihrem Garten entfernen und gleichzeitig einen geeigneten Ersatz pflanzen möchten, ist der Herbst die richtige Jahreszeit dafür. Werden die neuen Sträucher zwischen Mitte Oktober und Mitte Dezember gepflanzt, haben sie vor dem Winter noch genügend Zeit, sich an den neuen Standort zu gewöhnen und Wurzeln zu schlagen. Im Frühling sind die Pflanzen dann bestens vorbereitet, um kräftig auszutreiben.

Zweig eines Kirschlorbeers mit dunkelvioletten Beeren und grünen Blättern.
Kirschlorbeer: Anstelle von diesem invasiven Neophyten kann beispielsweise Liguster, Stechpalme oder Hagebuche gepflanzt werden.
© Kanton Zürich

Einheimisch pflanzen – Probleme vermeiden

Anstelle der invasiven Neophyten können heimische Sträucher und Bäume wie der Gemeine Liguster, das Pfaffenhütchen, Wildrosen oder der Feldahorn gepflanzt werden. Eine gute Planungsgrundlage, die standortangepasste Alternativen aufzeigt, bietet hier der Pflanzenfinder von RegioFlora. 

Wer im Garten oder auf dem Balkon auf einheimische Sträucher und Bäume setzt, leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Einheimische Straucharten sind an die lokalen Bedingungen angepasst und bieten heimischen Insekten, Vögeln und Säugetieren Nahrung und Lebensraum.

Gemeinsam gegen invasive Pflanzen

Die Stadt Winterthur unterstützt Sie mit dem kostenlosen Neophytensack. Diesen erhalten Sie bei verschiedenen Bezugsstellen und können ihn gefüllt wieder mit der Kehrichttour abgeben. Wichtig ist, dass nicht ganze Hecken und Sträucher, sondern nur die Wurzeln und die Blütenstände oder Beeren in den Neophytensack gehören. Die Säcke werden anschliessend in der Kehrichtverbrennungsanlage fachgerecht entsorgt.

Weitere Informationen finden Sie unter:

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