Entzerrung Amtliche Vermessung
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Geomatik- und Vermessungsamt

Das amtliche Vermessungswerk der Stadt Winterthur hat eine über 100-jährige Entstehungsgeschichte. Teilweise erfüllt es die heute gültigen Genauigkeitsvorschriften nicht mehr. Das erschwert den Einsatz moderner Messmethoden wie zum Beispiel GNSS (Global Navigation Satellite System). Für den effizienten Einsatz ist ein Vermessungswerk mit flächendeckend homogener Genauigkeit ohne Verzerrungen notwendig.
Der voraussichtliche Termin für die Entzerrung ist Anfang September 2026.
Der Perimeter beinhaltet sämtliche Bauzonen (Kernzonen, Zentrumszonen, Wohnzonen, Gewerbezonen, Industriezonen, Zonen für öffentliche Bauten) der Stadt Winterthur und umfasst rund 24 km2. Neben den 7 Stadtkreisen beinhaltet der Messperimeter auch 15 Weiler / Aussenwachten der Stadt Winterthur.
Übersichtsplan Ersterfassung
Informationen für Grundeigentümer
Durch die Entzerrung der Daten der amtlichen Vermessung entstehen rechnerisch neue Grundstücksflächen. An der physischen Grenzlinie sowie am Eigentum ändert sich dadurch nichts. Bei allen Flächenänderungen ab 2 m² informiert die Stadt die Eigentümerschaft per Informationsschreiben.
Insgesamt gibt es 463 Grundstücke mit einer Flächenänderung von 2 m² oder mehr. Die grösste positive Flächenänderung beträgt +27 m², die grösste negative Flächenänderung -21 m². Flächenänderungen von mehr als 10 m² betreffen ausschliesslich grosse Grundstücke, wie zum Beispiel Waldgrundstücke, bei denen der Grundstückswert pro Quadratmeter eher gering ist.
Wie lief der Entzerrungsprozess ab?
In der ganzen Stadt hat das Geomatik- und Vermessungsamt in Absprache mit dem Kanton ca. 3'500 Kontrollpunkte definiert und deren Koordinaten neu bestimmt. Anhand der Verschiebungsvektoren der Kontrollpunkte wurde eine Dreiecksvermaschung erstellt. Diese Dreiecksvermaschung bildet die Grundlage für die Transformation. Anhand der Stützpunkte der Dreiecke werden die Geodaten transformiert.
Ändert sich an der Grösse des Winterthurer Stadtgebiets etwas?
Die Gesamtfläche der Gemeinde Winterthur bleibt gleich, da die Gemeindegrenze unverändert bleibt. Die Fläche aller städtischen Grundstücke vergrössert sich jedoch rechnerisch um 130 m².
Vektorplan mit den voraussichtlichen Verschiebungen innerhalb des Perimeter
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