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Lokstadt (eh. Sulzerareal Werk 1)

Bild Legende:
Visualisierung Baufeld 3, Kilga Popp und Baumberger Stegmeier Architekten

Raum für Arbeit, Bildung, Wohnen und Freizeit
64 Prozent der Stimmberechtigten haben am 8. März 2015 dem öffentlichen Gestaltungsplan zugestimmt, nachdem dagegen das Referendum ergriffen worden ist. Der Gestaltungsplan macht Vorgaben für eine nachhaltige und quartierverträgliche Entwicklung der Lokstadt (eh. Sulzerareal Werk 1). Dieses Areal soll Raum für Arbeit, Bildung, Wohnen und Freizeit bieten. Für eine gute soziale Durchmischung wird ein Mindestanteil an gemeinnützigem Wohnen verlangt.

Urbane Dichte und grosszügige Freiräume
Möglich sind drei unterschiedlich hohe Hochhäuser, wovon das Dachgeschoss des höchsten, 80-100 m hohen Hochhauses öffentlich zugänglich sein soll. Der Gestaltungplan schafft nebst den grossformatigen Neubauten auch grosszügige öffentliche Freiräume. Die Erdgeschosse rund um den zentralen Dialogplatz sind für Läden, Restaurants und weitere publikumsorientierte Nutzungen reserviert. Mit der Umnutzung von geschützten Industriehallen und der Gleis-Drehscheibe bleibt der identitätsstiftende Bezug zur Industriegeschichte erhalten. Das ganze Areal orientiert sich an den Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft und wird dank eines Fahrtenmodells möglichst wenig zusätzlichen Verkehr erzeugen. Wie die Altstadt und das übrige Sulzerareal wird auch die Lokstadt zur weitgehend autofreien Fussgängerzone.

Öffentlicher Aussenraum wird städtischer Freiraum
Der gesamte öffentliche Aussenraum in der Lokstadt wird nach Fertigstellung kostenlos der Stadt übertragen. Implenia ist als Haupteigentümerin des Areals verantwortlich für die Planung und den Bau dieser rund 21’000 m2 Freiraumflächen. Gemäss dem Gestaltungsplan übernimmt die Stadt schrittweise diesen Aussenraum nach Fertigstellung und sorgt für den Betrieb und Unterhalt. Implenia beteiligt sich mit sechs Millionen Franken an den künftigen Unterhalts- und Erneuerungskosten.

Partizipativ erarbeitete Gestaltungsvorgaben an den Freiraum
In zwei von Implenia und der Stadt gemeinsam organisierten öffentlichen Veranstaltungen wurden im Frühjahr 2016 die Bedürfnisse an die Freiraumgestaltung mit Vertreterinnen und Vertretern aus dem Quartier und mit künftigen Nutzergruppen diskutiert. Auf der Grundlage dieser Diskussion wurden die Vorgaben an die Freiraumgestaltung konkretisiert, mit dem Ziel, einen attraktiven und vielfältig nutzbaren städtischen Freiraum zu erstellen. Er soll mit dem zentralen Dialogplatz, den Gassenräumen und den vier Eingangsplätzen zu einem identitätsstiftenden Ort werden, der sich durch eine urbane Prägung und viel Grün auszeichnet. Geplant sind z.B. vielfältige Spiel- und Bewegungsflächen, Sitzmöglichkeiten und Begegnungsräume. Gemäss diesen Vorgaben (siehe Dokumente unten) konnte die Vereinbarung zur Landabtretung des öffentlichen Aussenraums an die Stadt zwischen der Stadt und Implenia im Dezember 2016 abgeschlossen werden.

Schrittweise Realisierung
Der Gestaltungsplan wird jetzt schrittweise über einen Zeitraum von rund zehn Jahren umgesetzt. Der öffentliche Freiraum wird von Implenia unter Mitwirkung der Stadt projektiert. Sobald eine Etappe fertiggestellt ist, geht der entsprechende Freiraum ins Eigentum der Stadt über. Als Erstes wird ein Grossteil des Dialogplatzes zusammen mit der Wohnüberbauung im angrenzenden Baufeld 3 realisiert. So kann die Bevölkerung voraussichtlich ab 2021 vom ersten städtischen Freiraum im Sulzerareal profitieren.

Aktuell: Freiraum Lokstadt – Ein Einblick in die Planungswerkstatt 

Dienstag, 3. Oktober 2017, 18.00 – 20.00 Uhr
Ort: Galerie Knoerle & Bättig, Jägerstrasse 50, Winterthur

Nehmen Sie Einblick in die Planungswerkstatt! Sie sind herzlich eingeladen, sich über den aktuellen Projektstand der Freiraumplanung Lokstadt zu informieren. Keine Anmeldung erforderlich. An der Veranstaltung sind Stadtrat Josef Lisibach und Marc Lyon, Regionenleiter Development Implenia sowie die Projektverantwortlichen von Implenia und der Stadt anwesend.

Weitere Informationen.

Kontakt

Nicolas Perrez
Projektleiter Amt für Städtebau

 

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