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Mögliche Massnahmen

Eine Auflistung und Einschätzung verschiedener Vergrämungsmassnahmen

Mögliche Massnahmen

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In verschiedenen Städten wurden etliche Versuche gestartet, die Saatkrähen zu vergrämen. Oftmals sind solche Massnahmen nicht Erfolgreich oder gar gesetzlich verboten. Wir möchten hier einen Überblick geben über verschiedene Massnahmen und die Erfahrungen, die damit gemacht wurden.

Ganz Wichtig: Während der Brutzeit vom 16. Februar bis 31. Juli sind Saatkrähen geschützt. Eine Vergrämungsaktion, welche zu einem Abbruch der Brut führt ist demnach gesetzeswidrig.

Entfernen der Nester bzw. Verhindern des Nestbaus

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Nester Entfernen ©Dino Rigoli

Massnahme:

Ausserhalb der Schonzeit werden alle Nester aus den Bäumen entfernt. Sobald die Tiere wieder mit dem Nestbau anfangen, werden die Nester sofort erneut zerstört, bis sie den Nestbau aufgeben. Das muss während ein paar Tagen, bis zu 1-2 Wochen konsequent durchgeführt (je nach Verhalten der Tiere).

Erfahrungswerte:

Die Massnahme greift in der Regel nur, wenn der Nestbau konsequent und sofort gestört wird. Die Handlung ist ein gesetzlicher Graubereich, da eigentlich die Brut nicht gestört werden darf. Da jedoch die Nester gestört werden, bevor die Brut richtig beginnt, kann die Massnahme unter Umständen vertretbar sein. Spätestens wenn ein Ei im Nest liegt, dürfen die Tiere nicht mehr gestört werden. Es muss auch darauf geachtet werden, dass die Tiere noch die Möglichkeit haben, nach der Vertreibung an einem anderen Standort erfolgreich Nachwuchs aufzuziehen.

 

Bäume Zurückschneiden

Bild Legende:
Bäume Schneiden ©Dino Rigoli

Massnahme

Durch selektives Entfernen von Ästen, welche sich zum Anlegen von Nestern besonders eigenen, wird der Nestbau verhindert. Durch das Zurückschneiden wird jedoch das Feinastwachstum angeregt. Die Bäume sind also in der Regel in den Folgejahren fast noch attraktiver für den Nestbau.

Erfahrungswerte

Das Schneiden der Bäume hat an gewissen Orten funktioniert, an anderen nicht. Es ist deshalb nicht garantiert, dass die Massnahme tatsächlich wirkt. Zudem ist der Aufwand enorm, denn die Äste von allen potentiellen Nistbäumen müssen regelmässig geschnitten werden. Jeder Schnitt ist auch ein Stress für die Bäume und kann zu einem frühzeitigen Absterben des Baumes führen. Es wird deshalb empfohlen, zwischen zwei Baumschnitten Jahre verstreichen zu lassen.

Vertreiben mittels Prädatoren-Attrappen

Bild Legende:
Uhu-Attrappe

Massnahme

In die Bäume werden Eulen gehängt, deren Flügel mechanisch betätigt werden können. Die Simulation eines natürlichen Prädators der Saatkrähe soll die Tiere verjagen.

Erfahrungswerte

Wichtig ist die Zufälligkeit der Bewegungen ev. gekoppelt mit Eulenrufen. Zudem muss der Vogel bereits beim ersten Eintreffen der Krähen im Frühling "bewegt" werden. Haben die Krähen bereits mit dem Nestbau/Nestbezug angefangen, ist diese Massnahme wirkungslos.

In Basel und einigen deutschen Städten hat diese Methode überhaupt nicht funktioniert. Die Tiere haben sich nur ganz kurz aus der Ruhe bringen lassen und sich dann an den „Störenfried“ gewöhnt; in Bern wird diese Methode aber sehr erfolgreich angewendet.

Vertreiben mittels Lärm

Massnahme

In die Bäume werden Klatschen oder Tröten mit einem manuellen Auslöser gehängt. Passanten können beim Vorbeigehen die Auslöser betätigen, damit eine „Zufälligkeit" geschaffen wird. Maschinelle Betätigung der Lärmquellen haben sich als nutzlos herausgestellt.

Erfahrungswerte

Das Vertreiben funktioniert in der Regel nur äusserst kurzfristig. Bereits nach ein paar Stunden bis max. einer Woche wissen die Tiere, dass sie vom Lärm nichts zu befürchten haben und lassen sich nicht weiter stören.

 

Einsatz von Drohnen

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Drohneneinsatz ©Dino Rigoli

Massnahme:

 

Mit Drohnen werden die Tiere in den Bäumen angeflogen. Dies soll die Saatkrähen verscheuchen. Der Effekt kann mit Lichtern und Lärm noch verstärkt werden.

Erfahrungswerte:

Drohneneinsätze können die Tiere zeitweilig vertreiben. Sobald die Saatkrähen jedoch mit dem Nestbau angefangen haben, ist diese Massnahme in der Regel nutzlos. Die Tiere merken sehr bald, dass sie von diesem Gefährt nichts zu befürchten haben und lassen sich nicht stören. In Extremfällen haben Saatkrähen schon Drohnen in der Luft attackiert und zerstört.

Drohneneinsätze mit Drohnen ab 500g Gewicht sind in grossen Teilen des Winterthurer Stadtgebietes verboten (interaktive Drohnenkarte)!

Weitere Informationen.

Zuständige Stelle

Stadtgrün Winterthur Telefon +41 52 267 30 00

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