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Entwicklung der Saatkrähenpopulation

Geschichte der Saatkrähe in der Schweiz

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Die Kommunikation untereinander ist bei den Saatkrähen enorm wichtig. Neuankömmlinge werden lautstark begrüsst. (Bild: S. Wassmer)

Der ursprüngliche Lebensraum der Saatkrähe hat sich im letzten Jahrhundert stark verändert. Als ursprünglicher Kulturlandvogel findet die Saatkrähe in den heutigen Landwirtschaftsgebieten kaum noch die erforderlichen Gehölzstrukturen für ihre Brutkolonien: hohe, stark verzweigte Bäume, wo sie in den feinen Ästen ihre Nester bauen können. In den Städten haben die Saatkrähen genau diese Ersatzstrukturen wiederentdeckt. Es erstaunt deshalb nicht, dass die ersten Brutversuche in der Schweiz in einer Stadt geschehen sind.

Erste Brutversuche der Saatkrähe in der Schweiz fanden 1963 in Basel statt. Aufgrund ihrer Seltenheit wurde die Saatkrähe auf die Rote Liste der gefährdeten Vogelarten gesetzt. Im „Gesetz über die Jagd und Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel“ (Jagdgesetz, JSG) wurde die Saatkrähe 1986 geschützt und deren Abschuss verboten. Die Bestände haben sich in der Zwischenzeit stark erholt und die Saatkrähe hat mittlerweile einige Städte in der Schweiz besiedelt.

2010 wurde die Saatkrähe dann in der roten Liste der gefährdeten Arten neu als „nicht gefährdet“ eingestuft. Im Zuge der Änderung der Jagdverordnung wurde die Saatkrähe 2012 deshalb wieder zu einer jagdbaren Art. Zwischen dem 16. Februar und dem 31. Juli herrscht allerdings Schonzeit.

Im Jahr 2015 wurden in der Schweiz 6994 Brutpaare gezählt. Die Brutkolonien befinden sich vor allem im Westen der Schweiz; die am weitesten östlich liegende bekannte Brutkolonie befindet sich in Schaffhausen.

Geschichte der Saatkrähe in Winterthur

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Die Saatkrähenkolonie an der Weberstrasse hat sich 2017 neu gebildet. (Bild: S. Wassmer)

2012 wurde ein erstes Saatkrähenpaar am Max-Bill-Platz beim Brüten beobachtet. 2014 wurden dann 3 Paare beim Münzkabinett bei der Brut beobachtet. Diese Kolonie ist in den folgenden Jahren stark gewachsen und zählte im Frühling 2017 bereits 31 Brutpaare.

2016 ist eine weitere Kolonie an der Ecke Wülfingerstrasse/Neuwiesenstrasse entstanden, mit über 10 Brutpaaren. Im Frühling 2017 wurden an diesem Standort 20 Brutpaare beobachtet. Zudem sind in der Stadt Winterthur 2017 noch weitere neue Brutstandorte an der Weberstrasse und bei der Kanzleiturnhalle hinzugekommen. Insgesamt wurden im Frühling 2017 in Winterthur rund 60 Brutpaare gezählt.

Spannend ist die Baumartenwahl. Während in anderen Städten wie Basel und Bern vor allem die Platane als Brutbaum gewählt wird, scheinen die Winterthurer Saatkrähen Buchen zu bevorzugen.

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