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E-Cityplan

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Ausgangslage

Die Stadt Winterthur stellt der Firma APG heute rund 30 Standorte für doppelseitige Cityplan-Anlagen zur Verfügung. Eine Seite kann für kommerzielle Werbung genutzt werden. Dafür muss die APG auf der anderen Seite Citypläne mit Buslinien und Strassenverzeichnis aushängen. Obwohl diese analogen Citypläne rasch veralten, werden sie nur rund alle vier Jahre ausgewechselt.

Ende 2022 laufen die Verträge mit der APG aus. Gemäss Binnenmarktgesetz muss die Vergabe der Cityplan-Anlagen auf dem Weg einer Ausschreibung erfolgen. Für die anstehende Ausschreibung muss geklärt werden, ob und wie die heute analogen Cityplan-Anlagen ins digitale Zeitalter überführt und durch moderne interaktive Informationspanels ersetzt werden. Dabei sind auch die heutigen Standorte zu hinterfragen.

Smart-City-Projekt

Um nicht an den Bedürfnissen vorbei zu realisieren, wurde im Rahmen des städtischen Smart-City-Programms ein sogenanntes «Proof of Concept» (PoC) für elektronische Info-Panels im öffentlichen Raum gestartet. Mit dem am 29. November 2019 aufgeschalteten Prototypen eines E-Cityplans werden folgende Ziele verfolgt:

  • Sammeln von Erfahrungen zur Klärung von Zielpublikum und Nutzerbedürfnissen
  • Klären verschiedener technischer, inhaltlicher, betrieblicher und finanzieller Lösungsansätze
  • Sicherstellen eines bedarfsorientierten Übergangs von analogen zu digitalen Cityplänen
  • Aktuelle standortbezogene Informationen interaktiv und in «Real Time» zur Verfügung stellen
  • Der Bevölkerung einen erlebbaren Zugang zum Begriff «Smart City» ermöglichen
  • Winterthur als attraktiv und innovativ wahrnehmbar machen

Bis zum Albanifest wird der neue E-Cityplan an der Stadthausstrasse beim Restaurant National stationiert bleiben und danach vermutlich an einen anderen Standort verschoben. Nach Abschluss des auf eine Dauer von einem Jahr ausgelegten PoC geht das E-Panel an das Tiefbauamt. Es wird dann bei Grossbaustellen als E-Info-Panel zum Einsatz kommen.

E-Cityplan

Grossformatige, digitale Informationsstelen sind zunehmend anzutreffen, wenn auch in ganz unterschiedlichen Lösungen und Konfigurationen. E-Citypläne gibt es bereits in mehreren Schweizer Städten, bspw. in Luzern, St. Gallen oder seit Kurzem in Zürich.

Die mit robusten und wetterfesten Touchscreens ausgestatteten elektronischen Panels bieten gegenüber herkömmlichen, analogen Cityplänen eine Reihe von Vorteilen. Ausgewählte Informationen lassen sich in neuer Qualität dynamisch, gezielt, umfassend und zudem sehr flexibel darstellen. Die Informationen zu aktuellen Freizeit- und Kulturveranstaltungen, Sehenswürdigkeiten, Museen, Restaurants oder Hotels sind direkt einsehbar oder zumindest einfach abrufbar. Fussgänger können sich den Weg der zu diesen Orten führt anzeigen lassen. Mittels QR-Code lassen sich die benötigten Informationen bequem auf das Smartphone übertragen und das Routing zum Zielort aktivieren.

Der heute aufgeschaltete E-Cityplan ist ein Prototyp. Er wurde zusammen mit der Winterthurer Software-Entwicklerin Anthrazit AG (App und CMS) und der regional verankerten Schaltag AG/Wizard Smart Solutions AG (Hardware) entwickelt. Die dynamischen Inhalte werden von House of Winterthur redigiert und bereitgestellt.

Für Personen mit körperlichen Beeinträchtigungen ist der E-Cityplan gut nutzbar. So kann beispielsweise die Hauptnavigation per Knopfdruck in den unteren Bereich des Panels verschoben werden. Der Screen dunkelt bei Nichtbenutzung oder je nach Sonneneinstrahlung ab. Die Datenübertragung des E-Cityplans funktioniert über das Mobilfunknetz. Bei Bedarf sind zusätzliche Funktionalitäten wie beispielsweise Sprachsteuerung, Alarm-Durchsagen, WLAN-Anschluss oder Smartphone-Auflade-Station denkbar.

Weiteres Vorgehen

Die Entwicklung des Prototyps ist nicht abgeschlossen. Für Frühling 2020 ist die Aufschaltung einer grösseren Erweiterung des E-Cityplans geplant. Sie wird die Suche nach Strassennamen ermöglichen und die Stele multimediatauglich machen. Letzteres ermöglicht z.B. ein tonloses Video als Bedienungshilfe bereitzustellen. Ansonsten ist abzuklären, inwieweit sich Multimedia-Inhalte für einen E-Cityplan eignen. Kleinere Optimierungen werden laufend direkt via Mobile-Netz eingespielt.

Während rund einem Jahr werden nun mit Hilfe des Prototyps Erfahrungen gesammelt, Nutzungsstatistiken erstellt und Feedback eingeholt.

Die Erkenntnisse werden in die im Jahr 2021 anstehende Ausschreibung einfliessen. Damit ist sichergestellt, dass die Cityplan-Anlagen im Jahr 2023 bedarfsgerecht und nachhaltig erneuert werden.

Weitere Informationen.

Zuständige Stelle

Vermessungsamt Telefon +41 52 267 54 82

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