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Schulklassen sparen viel Energie und Geld

26.11.2004

Anfang November haben Oberstufenschülerinnen und -schüler aus vier Winterthurer Schulhäusern während einer Woche nach Energielecks in ihren Schulhäusern gesucht und Sparmassnahmen ausgearbeitet. Die Städtischen Werke Winterthur (StWW) haben die Projektwoche "Schoolhouse Company" im Rahmen ihres Jubiläums "100 Jahre unter Strom" ermöglicht und honorieren das Engagement der Jugendlichen mit ansehnlichen Preisen. Eine Jury hat die Ideen bewertet und am 26. November 2004 an einer Preisverleihung in der Alten Kaserne Winterthur prämiert. Gewinner ist das Oberstufenschulhaus Feld.</

Anfang November haben Oberstufenschülerinnen und -schüler aus vier Winterthurer Schulhäusern während einer Woche nach Energielecks in ihren Schulhäusern gesucht und Sparmassnahmen ausgearbeitet. Die Städtischen Werke Winterthur (StWW) haben die Projektwoche "Schoolhouse Company" im Rahmen ihres Jubiläums "100 Jahre unter Strom" ermöglicht und honorieren das Engagement der Jugendlichen mit ansehnlichen Preisen. Eine Jury hat die Ideen bewertet und am 26. November 2004 an einer Preisverleihung in der Alten Kaserne Winterthur prämiert. Gewinner ist das Oberstufenschulhaus Feld.

Wie die Profis haben sie gearbeitet, die rund 210 Schülerinnen und Schüler der Oberstufenschulhäuser Büelwiesen, Feld, Hohfurri, und Rychenberg. In der ersten Novemberwoche haben sie im Rahmen der Projektwoche "Schoolhouse Company" in ihren Schulhäusern diverse Energielecks ausfindig gemacht und ihr Verhalten im Alltag überprüft. Die Resultate sind verblüffend. Die Einsparungen, die jedes Schulhaus beim Energieverbrauch machen könnte, belaufen sich auf mehrere Tausend Franken. Erfreulich ist zudem, dass das Departement Schule und Sport die eingereichten Massnahmen für jedes Schulhaus prüfen wird, ob sie umgesetzt werden können.

Die "Coolen Heizer" haben sich in erster Linie um das Thema Wärme gekümmert. Als Massnahme schlagen sie eine bessere Isolation von Fenstern und Dachstöcken vor. Die Senkung der durchschnittlichen Raumtemperatur um ein bis zwei Grad Celsius sehen sie als praktikable Lösung, um etwa 10 Prozent der Heizenergie einzusparen. Vorgeschlagen haben die Jugendlichen auch eine geringere Beheizung von Gängen und Turnhallen, während die Duschräume schön warm bleiben sollen.

Wasservergeudung und Licht reduzieren

Besonders grosses Sparpotenzial liegt auch im Wasserverbrauch. Würden die Brunnen in den Schulhäusern während der Nacht oder im Winter abgestellt, könnten jedes Jahr Hunderte von Hektolitern und Tausende von Franken eingespart werden. Auch die Anpassung oder der Ersatz von Spülkästen in den WCs würde sich lohnen. Hier fliesst täglich unnötig viel Wasser in die Kanalisation.

Auch die "Strominspektoren" haben ganze Arbeit geleistet. Überflüssige Lampen sollen entfernt, zu starke Glühbirnen durch schwächere oder Stromsparlampen ersetzt werden. Bewegungsmelder helfen mit, unnötigen Stromverbrauch zu vermeiden. Besonders originell, aber sehr wahrscheinlich unbeliebt, ist der Vorschlag, die Kaffeemaschine und den Kühlschrank aus dem Lehrerzimmer zu entfernen.

Nachhaltige Wirkung erzielen

Die "Verhaltensdetektive" haben sich Gedanken gemacht, wie die Jugendlichen und Lehrpersonen zum nachhaltigen Energiesparen angeregt werden könnten. Sie schlagen Checklisten und "Ämtli" pro Klassenzimmer vor. Kleber und Plakate sollen täglich an neuralgische Energielecks erinnern. Mit Flyern und Medienberichten wollen sie ihr Wissen auch nach Hause und in die Welt hinaus tragen. Allein das konsequente Schliessen der Fenster und Türen sowie das Abschalten der Beleuchtung in den Pausen bringt in einem Schulhaus einige Hundert Franken Einsparung pro Jahr.

Die "Sonnenexperten" schlagen die Installation von Sonnenkollektoren für die Warmwasseraufbereitung auf den Dächern vor. Damit könne langfristig nicht nur Geld gespart, sondern auch der CO2-Ausstoss und die Abhängigkeit von nicht erneuerbaren Energiequellen vermindert werden.

Die "Mobilitycracks" schliesslich möchten die Schulwege sicherer gestalten, zum Velofahren ermuntern oder den Durchgangsverkehr in Quartieren verbieten. Den Rasern soll kurzerhand der Fahrausweis entzogen werden.

Erster Preis an Oberstufenschulhaus Feld

Die Jury, bestehend aus den sechs Fachleuten Walter Bossert (Stadtrat, Departement Technische Betriebe), Christian von Burg (Direktor Städtische Werke Winterthur, StWW), Heiner Bernhard (Hauptabteilungsleiter Technik Elektrizität, StWW), Jürgen Zoske (Departement Schule und Sport, Bereichsleiter Schulbauten), Erik Schmausser (Departement Sicherheit und Umwelt, Umweltbeauftragter) und Kurt Egger (Nova Energie, Leitung EnergieSchweiz für Gemeinden) hatte es schwer, aus den vielen guten Ideen einen Sieger auszuwählen. Kriterien waren Nachhaltigkeit und langfristige Wirkung der Energieeinsparungen im Schulhaus selber sowie der Lerneffekt für das Verhalten in der Schule und zu Hause.

Den ersten Preis gewonnen hat das Oberstufenschulhaus Feld mit seiner Idee, mit Ämtlilisten für die Klassen, Klebern, Flyern und Plakaten eine Verhaltensänderung zu bewirken. Die Klassen haben diese Massnahmen in ihrem Schulhaus bereits umgesetzt. Die Idee soll auch in den anderen Oberstufenschulhäusern realisiert werden. Andere Massnahmen des Schulhauses Feld werden im Rahmen der Gesamtsanierung des Schulhauses umgesetzt werden.

Städtische Werke Winterthur belohnen Einsparungen

Die Städtischen Werke Winterthur haben sich zudem verpflichtet, je eine Massnahme pro Schulhaus zu verwirklichen und den Betrag, der dadurch eingespart werden kann, in die Schulhauskasse einzuzahlen. Im Schulhaus Büelwiesen sollen 40 der 170 Neonröhren entfernt und Bewegungsmelder in den Gängen und WCs sowie Minuterien in den Treppenhäusern montiert werden. Im Schulhaus Hohfurri wird die Heizkurve um mindestens zwei Grad Celsius gesenkt, da die Raumtemperaturen zu hoch seien.

Das Schulhaus Rychenberg erhält einen Beitrag für den Vorschlag, während eines Tages den Strom abzuschalten, um das verantwortungsbewusste Umgehen mit Energie zu fördern. Nach Möglichkeit soll diese Massnahme in allen 11 Oberstufenschulhäusern der Stadt Winterthur umgesetzt werden.

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