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Saubere Energie aus Abwasser

17.10.2006

Die Heimstättengenossenschaft Winterthur zeigt, dass Wohnen komfortabel und behaglich sein kann, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Stadtwerk Winterthur bot Hand dazu.

Komfortabel und behaglich wohnen, ohne dabei die Umwelt zu belasten. Wie die Heimstättengenossenschaft Winterthur (HGW) zwei scheinbar gegensätzliche Anforderungen in Einklang bringt. Stadtwerk Winterthur bot Hand dazu.

Extreme Preisschwankungen beim Erdöl, die Abhängigkeit von politisch sehr sensiblen Regionen aber auch die Reduktion der Umweltbelastung beschäftigen uns fast täglich. Umso interessanter ist die neue Überbauung der HGW in der "Tösswiese" in Neftenbach. Die im Minergie-Standard erstellten 36 Wohnungen und 12 Häuser decken ihren Energiebedarf aus gereinigtem Abwasser.

Aus ökologischen, politischen und ökonomischen Gründen verzichtet die HGW, wo immer möglich und technisch sowie kostenmässig sinnvoll, auf den Einsatz von Heizöl und Erdgas. So erfolgte bei der neuen Überbauung "Am Tössufer" im Sennhof mit 101 Wohnungen ein Anschluss an die neue Holzschnitzelheizung von Stadtwerk Winterthur. In der "Tösswiese" in Neftenbach wird auf die umweltfreundliche Energie des gereinigten Abwassers aus der ARA von Stadtwerk Winterthur in der Hard gesetzt.

Das Energieversorgungs-Konzept basiert darauf, dass ein kleiner Teil des gereinigten Abwassers der ARA Hard unter der Töss hindurch zur neuen Überbauung geführt wird. Dort wird dem Wasser 4°-5° Wärme entzogen und wieder in die Töss geleitet. Die entzogene Wärme wird in der Überbauung in zwei Schritten mittels einer Wärmepumpe und eines separaten Wasserkreislaufs auf die für die Heizung und Warmwasser benötigte Temperatur von 30° für die Heizung bzw. 68°-70° für das Warmwasser erwärmt.

Da es keine direkt vergleichbaren Anlagen gibt, musste die Energiezentrale vom Heizungsingenieur völlig neu konzipiert und aus einzelnen Modulen zusammengestellt werden. Trotz der halben Million Mehrkosten sieht die HGW darin eine sehr sinnvolle Investition in die Zukunft. Da sie in absehbarer Zeit auch das angrenzende Grundstück mit mindestens dem gleichen Bauvolumen überbauen wird und deshalb die Heizanlage bereits entsprechend ausgelegt hat, erspart sie mit dieser - im wahrsten Sinn sauberen Energie - der Umwelt während der Lebensdauer dieser Gebäude riesige Mengen an CO2, SO2 und NOX. Es liessen sich sogar noch weitere Überbauungen an diese Energieversorgung anschliessen.

In enger Zusammenarbeit mit Stadtwerk Winterthur, der Gemeinde Neftenbach und den zuständigen kantonalen Behörden konnte dieses neue, zukunftsweisende Energiekonzept umgesetzt werden, zum Wohle der Umwelt.

Das HGW-Beispiel zeigt, dass in der Schweiz im gereinigten Abwasser der Kläranlagen noch ein Potenzial an sauberer Energie steckt, das nur darauf wartet, erschlossen zu werden.

Weitere Informationen zur Überbauung finden sich unter: www.hgw-winterthur.ch (Tösswiese Neftenbach)

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