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Auszeichnung «Naturpark» für Kläranlage Hard

14.08.2003

Das Areal der Kläranlage Hard der Städtischen Werke Winterthur ist diesen Sommer zum zweiten Mal von der Stiftung Natur & Wirtschaft mit dem Qualitätslabel «Naturpark» ausgezeichnet worden. Zwischen Wald und Töss verbirgt sich ein wahres Blumenmeer mit Magerwiesen, Hopfenstauden, Hecken und Waldrändern, die auch selten gewordenen Kleintieren Unterschlupf bieten.

Das Areal der Kläranlage Hard der Städtischen Werke Winterthur ist diesen Sommer zum zweiten Mal von der Stiftung Natur & Wirtschaft mit dem Qualitätslabel "Naturpark" ausgezeichnet worden. Zwischen Wald und Töss verbirgt sich ein wahres Blumenmeer mit Magerwiesen, Hopfenstauden, Hecken und Waldrändern, die auch selten gewordenen Kleintieren Unterschlupf bieten.

Die Kläranlage Hard der Städtischen Werke Winterthur ist die zentrale Abwasserreinigungsanlage der Stadt Winterthur und der umliegenden Gemeinden - von Brütten, Wiesendangen, Rümikon und Wila bis Sennhof. Bei der Sanierung und dem Ausbau der Anlage 1986 -1993 wurde das Gebiet naturnah gestaltet. Neben der Revitalisierung des angrenzenden Tössabschnitts und der Verlegung des Waldrands auf das Gebiet der Kläranlage wurden bewusst alle von Gebäuden und Technik nicht beanspruchten Bodenflächen der Natur zurückgegeben. Mittlerweile gelten mehr als 40 % des Gebäudeumschwungs als naturschützerisch wertvolle Flächen. Asphalt ist nur auf den Zufahrtswegen zu finden; Parkplätze und Fusswege wurden unversiegelt gelassen.

Die Böschungen und Magerwiesen zeigen eine besonders vielfältige Pflanzenwelt, während der Waldrand und die Wildhecken zahlreichen Kleintierarten Unterschlupf bieten. Selten gewordene Insekten wie Schmetterlinge und Wildbienen sind auf dem Areal heimisch geworden, sogar Raubtiere wie Marder und Fuchs werden immer wieder beobachtet. Für die Zukunft wird überlegt, Asthaufen für Kleintiere anzulegen und auf dem Areal Fledermäuse anzusiedeln.

Zusammenspiel von Technik, Gestaltung und Natur

Mit dem Umbau ist aus der rein technischen Anlage ein gestalterisches Gesamtkunstwerk entstanden. Form und Farben der Gebäude widerspiegeln die einzelnen Schritte der Abwasserreinigung. Eine Stahlskulptur von Gillian White bei den Klärbecken und eine Betonplastik vom Winterthurer Künstler Theo Spinnler am Ende des Klärprozesses verdeutlichen die Bedeutung der Reinigung für das Wasser. Einem Vorhang gleich fängt die gepflanzte einheimische Föhrenallee anfliegendes Laub vor den Klärbecken ab und erspart dadurch technische Laubfangvorrichtungen. Auch die Fledermäuse werden mithelfen, die in Kläranlagen häufig zu einer Plage werdenden Mücken in Schach zu halten.

"Naturpark": Eine Auszeichnung für ökologisch wertvolle Firmenareale

Die Stiftung Natur & Wirtschaft hat das Qualitätslabel "Naturpark" bislang schon an 200 Firmen in der Schweiz verliehen. Als "Naturpärke" gelten Firmenareale, die durch ihre besondere ökologische Qualität einen Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Artenvielfalt leisten. Ausgezeichnet wird, wer mindestens 30 Prozent des Firmenumschwungs naturnah und mit einheimischen Pflanzen begrünt. Weitere Voraussetzungen sind vorwiegend unversiegelte Oberflächen sowie der Verzicht auf Dünger und Unkrautvernichtungsmittel. Seit ihrer ersten Zertifizierung im Sommer 1998 hat sich die Kläranlage Hard der Städtischen Werke Winterthur zu einem der besten Beispiele für artenreiche Blumenwiesen entwickelt.

Die Pflege dieses Naturparks erfolgt durch die Angestellten der Kläranlage selbst, die diese Aufgabe nebst dem eigentlichen Klärbetrieb wahrnehmen.

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