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Anspruchvolles 2008 für Stadtwerk Winterthur

08.04.2009

Das Ergebnis 2008 von Stadtwerk Winterthur liegt zwar tiefer als budgetiert, schloss dennoch erfreulich ab.

Das vergangene Jahr war geprägt durch die Vorbereitungsarbeiten für die Strommarktliberalisierung. Das Ergebnis 2008 von Stadtwerk Winterthur liegt zwar tiefer als budgetiert, schloss dennoch erfreulich ab. Zum positiven Resultat hat der höhere Absatz an Wärme, aber auch der Vollbetrieb der KVA geführt. 2009 bringt der Wasserkundschaft zum zweiten Mal in Folge einen Bonus von 15% des letztjährigen Wasserumsatzes.

Auf operativer Ebene verlief das letzte Jahr äussert intensiv. Es war im Wesentlichen geprägt durch die Aktivitäten im Zusammenhang mit der Anfang dieses Jahres in Kraft getretenen Strommarktöffnung, aber auch durch eine allgemeine intensive Bautätigkeit. Die letzte Etappe der Umsetzung der neuen Stromgesetzgebung forderte sowohl Stadtwerk Winterthur als auch die Stromkundschaft. Preise für die Netznutzung mussten innert kurzer Zeit zweimal neu berechnet werden, da die gesetzlichen Grundlagen kurzfristig Ende Jahr vom Bund geändert wurden. Bereits vorher hatte Stadtwerk Winterthur als einer der ersten Stromversorger in der Schweiz die auf Anfang 2009 erforderliche Trennung zwischen Netz und Handel vollzogen und ein Produktesystem eingeführt, aus dem die Kundschaft frei wählen kann.

Kennzeichnend für das letzte Jahr waren im Übrigen stabile Energie-, Wasser- und Entsorgungspreise. Sie liegen hier unter dem Schweizer Durchschnitt, was dazu beiträgt, dass die Lebenshaltungskosten in Winterthur relativ tief sind. Dies bestätigte kürzlich auch eine nationale Studie.

Grosses Gewicht lag auch letztes Jahr wieder auf Unterhalt und Ausbau der Netze. Diverse grössere und bedeutende Bauprojekte wurden gestartet oder realisiert, so beispielsweise der Ersatz der Verbrennungslinie 1 der KVA, das neue Unterwerk Tössfeld oder die grösste Fotovoltaikanlage im Kanton auf einem landwirtschaftlichen Betrieb auf dem Hof Ifang in Zell. In Oberwinterthur wurde Ende Jahr das neue Reservoir fertig erstellt und ging in Betrieb. Damit konnte die letzte Etappe der neuen Druckzone in diesem Gebiet umgesetzt werden, die dem grossen Entwicklungsgebiet Sulzerareal Oberwinterthur/Hegi langfristig eine sichere und zuverlässige Versorgung mit Lösch- und Trinkwasser ermöglicht.

Ein besonderes Highlight des vergangenen Jahres war die erstmalige Vergabe von Geldern aus dem Klimafonds Stadtwerk Winterthur. Insgesamt konnten rund 340'000 Franken gesprochen werden. Unterstützt wurden sechs Projekte, unter anderem die Aktion "100 jetzt" von Energie Zukunft Schweiz, welche die Installation von 100 neuen solarthermischen Anlagen in Winterthur zum Ziel hatte. Die Aktion war ein voller Erfolg: in nur vier Monaten waren die Fördermittel bereits vergeben.

Verstärkt wurde letztes Jahr zudem die überregionale Zusammenarbeit. So wird beispielsweise im Energie-Contracting gemeinsam mit den Werkbetrieben Frauenfeld eine Contracting-Anlage in Frauenfeld erstellt. Auch beim Thema Biogas wurden Anlagenprojekte gemeinsam mit verschiedenen Partnern angegangen. Insbesondere wurde dem Projekt "Biorender", einer Anlage für die hygienische Verwertung von Fleischabfällen zu Biogas, durch intensive Zusammenarbeit der Städte St. Gallen, Wil (SG) und Winterthur zum Durchbruch verholfen. Damit soll in den kommenden Jahren die grösste Biogasanlage der Nordostschweiz entstehen.

Finanzielles: ausserordentliche Faktoren beeinflussen Ergebnis

Stadtwerk Winterthur hat ein erfolgreiches Jahr hinter sich. Obwohl unter Budget, schliesst das Jahr 2008 mit einem operativen Gewinn von rund 19 Millionen Franken ab. Ungefähr zwei Drittel des Gewinns stammen aus dem Geschäft der Kehrichtverwertungsanlage (KVA). Verzögerungen in der Planungs- und Baustartphase des Ersatzes der Verbrennungslinie 1 haben dazu geführt, dass die KVA praktisch das ganze Jahr über im Vollbetrieb fahren konnte. Dies wird in der nächsten Zeit nicht mehr der Fall sein, da die Bauarbeiten Ende Oktober begonnen haben und deshalb bis zu deren Abschluss weniger Abfall verbrannt werden kann. Ab 2009 wird die KVA deshalb weniger zum Ergebnis beitragen als bisher.

Positiv beeinflusst haben das Gesamtergebnis von Stadtwerk Winterthur auch kältere Temperaturen und infolgedessen ein höherer Absatz an Wärme in den Bereichen Gas und Fernwärme. Im Zuge der Diskussionen rund um die Klimaerwärmung entscheiden sich immer mehr Kundinnen und Kunden, sich ans Fernwärmenetz anzuschliessen. Die ökologischen und ökonomischen Vorteile dieser Energie fallen immer stärker ins Gewicht.

Erstmals wurde auf Jahresende eine Abgrenzung von Umsätzen und Zeitguthaben von Mitarbeitenden vorgenommen, was sich als einmalige Verbesserung von rund 12 Millionen Franken in der Erfolgsrechnung niederschlägt. Die Bilanz 2008 weist infolge einer Anlagenneubewertung gegenüber dem Vorjahr höhere Werte bei den Sachanlagen auf. Die Neubewertung der Anlagen ist die Folge einer neuen Anlagenbuchhaltung, die den zeitgemässen Rechnungslegungsstandards von "true and fair" folgt und aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen vorgenommen wurde. Die Rechnung von Stadtwerk Winterthur wurde somit durch einige nicht wiederkehrende, ausserordentliche Faktoren beeinflusst.

Ausblick 2009: 15% Bonus für Wasserkundschaft

Die Wasserkundschaft wird auch dieses Jahr wieder in den Genuss eines Bonus von 15% des letztjährigen Wasserverbrauchs kommen. Stadtwerk Winterthur setzt dazu gesamthaft rund 2 Millionen Franken ein. Die Auszahlung erfolgt mit der Rechnung der dritten Verrechnungsperiode. Relevant für die Höhe der Ausschüttung sind die Kosten für das im Jahr 2008 bezogene Frischwasser, inklusive der Grundgebühr. Bonusberechtigt ist, wer zum Zeitpunkt der Auszahlung ans Wasserleitungsnetz von Stadtwerk Winterthur angeschlossen ist. Nicht berücksichtigt werden Zahlungen für Anschlussgebühren und temporäre Wasserbezugsstellen. Gemeinden erhalten eine Vergütung von 7,5%.

Für das laufende Jahr sind bei Stadtwerk Winterthur wiederum zahlreiche Bautätigkeiten in Gang oder geplant, die eine Leistungssteigerung und die langfristige Versorgungssicherheit der Grossstadt Winterthur zum Ziel haben - insbesondere in den wachsenden Aussenwachten und

den Entwicklungsgebieten. Die Arbeiten am Unterwerk Tössfeld schreiten voran und sollten nächstes Jahr beendet sein. Nicht nur Töss, sondern auch das Sulzerareal Stadtmitte werden sich danach weiter optimal entwickeln können, dank einer leistungsstarken Stromversorgung. In den Aussenwachten Iberg und Neuburg sind ebenfalls zahlreiche Vorhaben für die Wasser- und Stromversorgung geplant.

Stadtwerk Winterthur wird dieses und nächstes Jahr ein grosses Projekt beschäftigen, das eher im Hintergrund und von der Kundschaft unbemerkt laufen wird, jedoch von zentraler Bedeutung ist: die Ablösung der mittlerweile bereits rund 10jährigen Verrechnungssoftware. Ziel ist die Einführung einer neuen Software-Lösung auf SAP-Basis im Jahr 2011.

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