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Umwelttipps

Illustratorinnen und Illustratoren aus Winterthur zeichnen die Umwelttipps vom Umwelt- und Gesundheitsschutz Winterthur

Fragen und Antworten

Was haben unsere Heizungen und das erste manövrierbare Tauchboot gemeinsam?

Bild Legende:

Cornelis Jacobszoon Drebbel, 1572 geboren hat vieles ausprobiert. Zum Beispiel baute er das erste selbst maövrierbare Unterwasserfahrzeug. Dafür überzog er ein Holzruderboot mit Leder und versah es mit einer Art Schnorchel. Cornelis Jacobszoon Drebbel hat auch den Thermostat erfunden. Das sind diese zylinderförmigen Griffe an den Heizkörpern. Im Thermostatkopf gibt es einen Temperaturfühler, welcher laufend die Raumtemperatur misst und das Ventil für das Heizwasser öffnet und schliesst. Richtig eingestellt spart der Thermostat Energie: 23 °C in Badezimmern (= Position 4), 21 °C in Wohn-/Aufenthaltsbereich (= Pos. 3), 18 °C in Schlafräumen , Flur (= Pos. 2) und in wenig genutzten Räumen = Pos. 1. Programmierbare Thermostate regeln die Raumtemperatur nach der Uhrzeit. So ist das Bad morgens zum Duschen warm, kühlt aber, wenn es nicht gebraucht wird ab. Damit die warme Luft ungehindert in den Räumen zirkulieren kann, dürfen die Heizkörper weder mit Möbeln noch mit Vorhängen verdeckt sein. Wenn die  Roll- und Fensterläden nachts zu sind, kühlen die Räume weniger aus. Falls Sie bei offenem Fenster schlafen, achten Sie unbedingt darauf, dass die Ventile am Heizkörper zugedreht sind (Position * am Thermostatventil) sonst heizen Sie in die Nachtluft hinaus.

Illustration: Daniel Bosshart

Weshalb hat die winzige Alge Emiliania huxleyi allen Grund sauer zu sein?

Bild Legende:

In filigrane Kalkschildchen eingepackt und von bezaubernder Schönheit ist Emiliania huxleyi die wichtigste Kalkalge der Weltmeere. Sie ist mikroskopisch klein und bildet doch mächtige weisse Felsen entlang der Meeresküsten. Doch ihre Fähigkeit, Kalk zu bilden, wird durch die Versauerung der Meere gefährdet. Je mehr CO2 es in der Atmosphäre gibt, umso mehr CO2 müssen auch die Weltmeere aufnehmen. Wasser reagiert mit CO2 zu Kohlensäure. Und die Säure macht es den Kalkalgen und auch Korallen schwer, ein gesundes Kalkgerüst zu bilden. Denken Sie beim nächsten Einkauf an Emiliania und daran, dass Ihr Einkaufszettel die kleine Kalkalge sauer machen könnte. Kaufen sie in den Wintermonaten vermehrt Wurzelgemüse, Lauch oder Kohl anstelle von Gurke, Tomate oder Peperoni. Letztere drei können Sie in den Sommermonaten wieder geniessen.

Illustration: Sarah Gasser

Wie kurven eine Stromleitung, ein Iglu und ein Spinnennetz?

Bild Legende:

Alle entlang des Cosinus Hyperbolicus. Wenn eine Leitung an zwei Strommasten, ein Faden an den Knoten des Spinnennetzes oder als Halskette aufgehängt wird, dann hängen sie alle unter dem Einfluss der Schwerkraft durch. Und all diese Kurven können durch den Cosinus Hyperbolicus beschrieben werden. Kurz Cosh. Wer einen optimalen Bogen konstruieren will, stellt diese Kettenlinie einfach auf den Kopf. Gaudi zum Beispiel arbeitete bei der Planung der Sagrada Familia in Barcelona mit einem solchen Hängemodell. Er knüpfte Schnüre dahin, wo er das Tragwerk platzieren wollte und hängte danach das gesamte Modell kopfüber auf. So konnte er gebogene Formen finden, welche die nach unten wirkende Schwerkraft entlang der Bogenkurve umleiten. Iglus, die Kuppel der St. Pauls Kathedrale in London oder die Musgum-Hütten in Kamerun sind ebenfalls so gebaut. Die Natur wählt energetisch immer die günstigsten Zustände. Da ist es eigentlich nur logisch, wenn wir das auch tun. Und Energiesparen, wo es nur geht. Und dabei immer auf erneuerbare Energieträger setzen. Zum Beispiel mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach.

Illustration: Daniel Bosshart

Was ist rot, klein und rund, steht am Strassenrand und knabbert an den Fingernägeln?

Bild Legende:

Wir wissen es nicht. Eine Tomate könnte es sein, aber die hat keine Fingernägel. Zu kugelrund fällt uns das Nest des Waldlaubsängers ein. Aber eine Antwort ist natürlich auch das nicht. Vielleicht ist es aber gar nicht möglich, auf jede Frage eine Antwort zu haben. So ist zum Beispiel nicht abschliessend geklärt, weshalb es heute viel weniger Waldlaubsänger gibt als früher. In den Winterthurer Wäldern waren es 2008 noch sechs Brutpaare. 1988 waren es 270 gewesen. Nehmen Sie sich für heute vor, drei Vogelarten neu zu lernen. Im Durchschnitt kennen wir nämlich nur fünf. Artenkenntnis hilft uns, Fragen zu beantworten, genauer zu beobachten, zu verstehen und somit zu schützen, was bedroht ist. Waldlaubsänger, Sommergoldhähnchen und Zaunkönig sind Vögel, die in den Winterthurer Wäldern vorkommen. Jetzt kennen Sie schon drei mehr. Vielleicht nehmen Sie sich für jeden weiteren Tag noch einmal drei vor. Zum Beispiel Gimpel, Hohltaube, Rotmilan, Sperber, Mäusebussard, Kernbeisser, Kleiber, Haubenmeise, Kohlmeise, Buntspecht, Grauspecht, Mittelspecht und Schwarzspecht. Alles Vögel der Wälder von Winterthur.

Illustration: Sarah Gasser

Weitere Informationen.

Zuständige Stelle

Fachstelle Nachhaltige Entwicklung Telefon +41 52 267 67 17

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