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Jubiläum Töss

Die Bibliothek Töss feiert ihr 50-jähriges Jubiläum

Bibliothek Töss früher
Bild Legende:

Im November 1970 bezog die Bibliothek ihre Räume im Zentrum Töss. Seither hat sie viele Veränderungen durchgemacht. Von der Schalter- zur Freihandbibliothek über Videokassetten, den ersten öffentlichen Computer des Quartiers bis zu den heutigen Hörspielfiguren, den Tonies. Die ganze Zeit über war die Bibliothek aber auch ein Ort der Begegnung.

Am 11. September 2021 möchten wir mit Ihnen das 50-Jahre-Jubiläum nach feiern – mit Musik und Geschichten, mit Kulinarik und Geselligkeit sowie einem Wettbewerb. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Geschichte der Bibliothek

Die Beschriftung im Erdgeschoss ist noch immer dieselbe: Mit einem Pfeil weist sie die Besucher des Zentrum Töss auf die Kreisbibliothek im ersten Obergeschoss hin. Im Inneren der Quartierbibliothek Töss, wie sie inzwischen genannt wird, hat sich hingegen einiges getan, seit sie vor 50 Jahren ihre Räume bezog.

Ihren Ursprung hatte die Bibliothek Töss bereits lange vor dem Bau des Zentrum Töss: 1848 entstand im Quartier ein Leseverein mit eigener Jugendbibliothek, welche ab 1865 vom Gemeindeverein betreut wurde. Ab Oktober 1935 betreute der Verein einen Lesesaal im ehemaligen Gemeindehäuschen gegenüber dem heutigen Zentrum Töss, der liebevoll «Wärmestube» genannt wurde. Dies weil sie eine Alternative zur Gaststube bot, wenn Arbeiter und Dienstleute nach Feierabend nicht in ihren unbeheizten Kammern frieren wollten. Um fünf Bücher auszuleihen, bezahlte man zu dieser Zeit 20 Rappen. Bis zur Eröffnung der städtischen Kreisbibliothek am 14. November 1970 kamen die Bücher von weiteren Büchereien hinzu: Unter anderen ergänzte die Konsumgenossenschaft, der Demokratische Verein, der Gewerbeverein und die Bibliothek Rieter den Bestand.

Mit dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten im Zentrum Töss, wagte man einen mutigen Schritt Richtung Öffnung. Die Bibliothek wurde als erste der ganzen Stadt von einer Schalter- zur Freihandbibliothek umgewandelt, so dass die Kundinnen und Kunden ihre Bücher selber am Regal aussuchen konnten und nicht mehr über das Bibliothekspersonal bestellen mussten. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten und die Ausleihzahlen stiegen rasant. Diese Veränderung geschah jedoch nicht ganz freiwillig: Wie der damalige Leiter der Altstadtbibliothek Christian Brassel dem Landboten 1995 sagte, hatte man befürchtet, dass das in den 60er-Jahren aufkommende Fernsehen und die Kinos die Leute vom Lesen abhalten würden.

Mit der neu eröffneten Video-Abteilung und 132 Videokassetten wurden ab 1992 auch Lesemuffel in der Bibliothek fündig. Und eine weitere grosse Veränderung fand zu dieser Zeit statt: Die Bibliothek wurde zum Veranstaltungsort. Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Konzerte fanden in der Bibliothek Töss statt – bis heute sind die Rollen unter den Gestellen ein Zeichen für die flexible und vielseitige Verwendung der Bibliotheksräume.

Kinder vor einem Computer
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Ebenfalls in dieser Zeit erfasste der digitale Wandel die Bibliotheksbranche. Die analogen Zettelkästen verschwanden und digitale Datenbanken mussten aus dem Nichts aufgebaut und jedes Medium erneut erfasst werden. Die Bibliothek erhielt den ersten Computer mit Internetzugang im Quartier. Viel spannender als das Internet fanden die Besucherinnen und Besucher jedoch das CD-ROM-Laufwerk und die Möglichkeit, Computerspiele zu spielen. «Das war ein Hype!», erinnert sich Barbara Walthard, die die Bibliothek Töss bis 2002 leitete.

Internetplätze bietet die Bibliothek Töss auch heute noch an. Hinzu kam in den letzten Jahren die Unterstützung bei deren Bedienung. Denn neben der Wissensvermittlung setzt sich die Bibliothek heute auch für die Teilhabe ihrer Kundinnen und Kunden an der digitalen Welt ein.

Erzählen Sie uns Ihre Geschichten und Erinnerungen an die Bibliothek Töss! In der Bibliothek, per Mail an bibliothek.toess@win.ch oder direkt am Fest. Einige Auszüge möchten wir im Rahmen der Jubiläumsfeier veröffentlichen.

Festprogramm vom Samstag, 11. September 2021

Lesung «Hannas Hosentasche»
von Daniel Fehr
10 Uhr

Daniel Fehrs Lesungen für Kinder sind eigentlich gar keine Lesungen. Ein Buch vor der Nase hat er jedenfalls nicht. Viel lieber erzählt der Winterthurer seine Geschichten frei und zieht dabei die Kinder aktiv und altersgerecht mit ein. Gemeinsam erfinden sie eine Geschichte und zeichnen Bilder.

Geeignet für Kinder zwischen 5 und 9 Jahren
Eydu--Werkstatt 11:30 Uhr Der Verein «Poetographischer Zirkel» hat sich zur Aufgabe gesetzt, die Stadt zu «poetographieren». Indem sie Eydus (kleine Gedichte) sammeln, die sich um Orte Winterthurs drehen, erstellen sie einen poetischen Atlas der Stadt Winterthur. Mit einer Vorlesung geben sie einen Einblick in bestehende Eydus und leiten in einer anschliessenden Werkstatt zum Eydu schreiben an.
Konzert Zwirbelwind 14 Uhr

Zwirbelwind. Das ist Musik. Das sind Geschichten, Abenteuer und Träume. Das sind Songs für Kinder, die auch die Erwachsenen mitzureissen vermögen. Das sind Texte, die die Zuhörer auf eine abenteuerliche Reise mitnehmen, die die Welt durch die Augen eines Kindes wiedergeben. Zwirbelwind sind vier junge Herren, die die Freude an der Musik verbindet.

Weitere Informationen.

Kontakt

Bibliothek Töss Telefon +41 52 267 30 46

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