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Pearl Pedergnana – Sportpolitik

Sportpolitische Ziele für die nächste Legislatur

Die Studie Sport im Kanton Zürich 2003, hat für Winterthur auch Defizite aufgezeigt: So gibt es in Winterthur unter den 30- bis 44-jährigen Personen signifikant weniger Sporttreibende als beispielsweise in der Stadt Zürich oder im restlichen Kanton. Wir wissen auch, dass die sozial Schwachen wenig Sport treiben. Und die beliebten Frauensportarten wie Reiten, Tanzen, Gymnastik, Tai Chi, Fitnesstraining oder Aerobics sind selten im Vereinsangebot und daher auch wenig subventioniert. Mit meiner künftigen Sportpolitik will ich hier gezielt Verbesserungen erreichen:

  • Anteil bewegungsaktiver Winterthurerinnen und Winterthurer erhöhen
    Wir werden unsere Unterstützung für den Breitensport künftig vermehrt auf die folgenden drei Zielgruppen ausrichten
    - 30- bis 44-jährige Personen
    - sozial Schwache
    - Frauen

  • Pilotprojekt Turnunterricht Oberstufe: Der Turnunterricht im Schulturnen soll generell so gestaltet werden, dass allen Beteiligten Erfolgserlebnisse ermöglicht werden. So kann erreicht werden, dass die Schülerinnen und Schüler auch später im Leben selbstverständlich Sport treiben. Im Rahmen eines Pilotprojekts soll den Oberstufenschülerinnen und -schülern die breite Palette an Individual- und Vereinssportmöglichkeiten bekannt gemacht werden, und sie sollen dazu animiert werden, auch ausserhalb bzw. nach Abschluss ihrer Schulzeit Sport zu treiben.

  • Sanierung der Sportanlagen: Unser Ziel muss es sein, alle bestehenden Sportanlagen instand zu setzen, auch wenn die knappen Finanzen eine Umsetzung dieses Vorhabens nur in Etappen ermöglichen. Dies trifft beispielsweise auf die Sanierung des Freibads Geiselweid zu. Saniert werden sollen auch die Freibäder Oberwinterthur (Schwimmbecken) und Wolfensberg (Gebäude) sowie das Fussballstadion Schützenwiese.

  • Kunstrasen: Fussball ist eine boomende Sportart. Die WM wie auch die EM werden dazu führen, dass sich noch mehr Kinder und Jugendliche dafür interessieren. Bedauerlicherweise mussten die Vereine in jüngster Zeit interessierte Kinder mangels Spielmöglichkeiten immer wieder abweisen. Mein Ziel ist es, in Winterthur Fussballplätze mit Kunstrasen zu realisieren, da diese intensiver genutzt werden können als herkömmliche Plätze mit Naturrasen.

  • Dreifach-Turnhallen: Statt lauter Einfach- sollen künftig in Winterthur besser Doppel- oder Dreifach-Turnhallen erstellt werden. Diese sind für schulische und ausserschulische Zwecke flexibler nutzbar und bieten auch die Möglichkeit, Meisterschaftsspiele auszutragen.

  • Verstärkte Talentförderung vor Ort: Die Rahmenbedingungen für die Förderung sportlich und musisch begabter Kinder sollen verbessert werden, ohne dass sie auf eine solide schulische Ausbildung verzichten müssen. Eine gute Grundlage bildet das bereits gestartete Projekt Talentförderung in Veltheim (siehe Rückblick auf die vergangene Legislatur)

  • Bewegungsfreundliche Siedlungspolitik: Bei der Siedlungspolitik soll künftig vermehrt darauf geachtet werden, dass in den Quartieren günstige Bedingungen für Bewegung und Sport geschaffen werden.

  • Städtische Sportsubventionen sollen vermehrt an Leistungsvereinbarungen oder Bedingungen geknüpft werden, wie dies beispielsweise bei J+S üblich ist, von Swiss Olympic mit den Sportverbänden angestrebt wird oder wie dies in Winterthur mit Institutionen im ausserfamiliären Betreuungsbereich praktiziert wird. Die Höhe der Subvention soll von einer Reihe spezifischer Vorgaben abhängig gemacht werden. Das neue Subventionskonzept soll zudem ermöglichen, dass in erster Linie die Winterthurer Bevölkerung von den Subventionen profitiert und Auswärtige vermehrt für die Benützung unserer Sportinfrastruktur in die Verantwortung genommen werden.

  • Sportpass: Der Sportpass soll in weiteren benachbarten Gemeinden gültig sein und somit noch kundenfreundlicher und wirtschaftlicher werden.

  • Eine eigene Geschäftsstelle für die ASSA, den gesamtschweizerischen Verband aller Sportämter und der Sportanlagenbetreiber: Auf nationaler Ebene müssen die Städte und Gemeinden noch stärker zusammenwirken. Denn sie sind es ja, welche die Sportinfrastruktur finanzieren. Jährlich investieren Städte und Gemeinden rund 600 Millionen Franken in Sportbauten und tragen damit enorme Zentrumslasten. In den nächsten Jahren wird es auch darum gehen, auf Bundesebene weitere Sparmassnahmen beim Sport zu verhindern. Die ASSA soll dazu eine eigene Geschäftsstelle erhalten.

  • Nationale Sportpolitik: Die ASSA soll sich dafür einsetzen, dass Sportanlagen mit nationaler Bedeutung von Bund, Kantonen und Regionen stärker mitfinanziert werden. Auch sollten die Gelder, die für Sportanlagen von nationaler Bedeutung gesprochen worden sind, weiterhin zur Verfügung stehen, insbesondere wenn es sich um Sportanlagen für nicht hoch kommerzialisierte Sportarten handelt.

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