Pearl Pedergnana – Sportpolitik

In Bewegung kommen und in Bewegung bleiben
Ich mag den Sport in seinen unterschiedlichsten Ausprägungen, und zwar aktiv wie passiv. Mir liegt die Förderung des Breiten- wie auch des Spitzensports am Herzen. Ich finde es aber auch äusserst spannend, zusammen mit hunderten von Zuschauerinnen und Zuschauern ein Cup-Spiel des FCW mitzuverfolgen.
Die staatliche Sportförderung ist wichtig
Als Kind und Jugendliche habe ich Bewegung und Sport sehr positiv erlebt. Nicht zuletzt deshalb setze ich mich heute als Politikerin mit Überzeugung für eine staatliche Sportförderung ein, damit die Winterthurerinnen und Winterthurer aus einem breiten und attraktiven Angebot an Sportmöglichkeiten aussuchen können und so etwas für die Gesundheit und ihr Wohlbefinden tun.
Die staatliche Sportförderung ist von grosser Bedeutung, denn
- der Sport trägt viel zu unserer Gesundheit, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit bei
- unser Sportangebot ist für unsere Stadt ein wichtiger Standortfaktor
- der Sport wirkt insbesondere in den Vereinen verbindend und integrativ und fördert Fairness und Toleranz
Schulturnen und Schulsport sind besonders wichtig
Es gibt eindeutig zu viele übergewichtige Schülerinnen und Schüler. Kommt dazu, dass rund zwanzig Prozent der Kinder und Jugendlichen über gelegentliche oder chronische Rückenschmerzen klagen. Umso erfreulicher ist es für mich, dass sich so viele Winterthurer Vereine für den Jugendsport engagieren.
Mit dem Engagement für den Jugendsport, für den Schulsport, das Schulschwimmen und die Sportlager tragen die Vereine und das Sportamt gemeinsam wesentlich dazu bei, dass Kinder und Jugendliche in Bewegung kommen, in Bewegung bleiben und sich gesund entwickeln können.
Denn eines ist klar: Wer den Sport in der Kindheit und Jugend positiv erlebt hat, bleibt auch im Erwachsenenalter gerne sportlich aktiv.
Gegen das Sparen beim Schulturnen und bei Jugend und Sport (J+S)
Mit Sorge beobachte ich, wie in anderen Kantonen aus Spargründen das Schulturnen (drei obligatorische Turnlektionen pro Woche) und das Turnen für die Berufsschülerinnen und Berufsschüler in Frage gestellt werden. Turnunterricht für Berufsschülerinnen und Berufsschüler ist auch im Kanton Zürich längst nicht überall gewährleistet. Alle Schülerinnen und Schüler haben ein Anrecht auf regelmässigen und guten Sportunterricht. Dafür müssen wir uns entschieden einsetzen – gemeinsam mit den Sportverbänden, dem Bundesamt für Sport und möglichst vielen weiteren Akteurinnen und Akteuren.
Ich erachte es auch als völlig falsch, dass auf nationaler Ebene ausgerechnet die J+S-Gelder gekürzt worden sind. Die Kantone und Gemeinden sind auf Grund ihrer Finanzknappheit nicht in der Lage, diese Ausfälle zu kompensieren. Mit der Kürzung der J+S-Gelder werden gerade jungen Menschen, die Verantwortung in Vereinen übernehmen wollen und sich zu Trainern und Trainerinnen ausbilden lassen, falsche Signale vermittelt.
Auch in Winterthur musste der Sport einen Beitrag zur Haushaltsanierung leisten. Kinder und Jugendliche wurden davon aber bewusst weit gehend ausgenommen: Kindern und Jugendlichen stehen die Turnhallen für das Turnen im Verein wie bisher kostenlos zur Verfügung. Auch der Sportpass wird weiterhin stark subventioniert.
Gute Noten für die Sportinfrastruktur und die Dienstleistungen der Stadt
Winterthurerinnen und Winterthurer sind sehr zufrieden mit der Sportinfrastruktur ihrer Stadt. Dies zeigte die Studie «Sport im Kanton Zürich 2003» (öffnet neues Fenster), an der sich die Stadt Winterthur beteiligte. Die Studie gibt Auskunft über das Sportverhalten und die Sportwünsche der Bevölkerung. Die Befragten erteilten ausserdem den vom Sportamt erbrachten Dienstleistungen gute Noten und dem Sportpass die Bestnote.
Dank an Funktionäre, Trainerinnen und Freiwillige
Rund 300 Sportvereine gibt es in Winterthur. 22 Prozent der Winterthurer Männer und 9 Prozent der Frauen sind Mitglied in einem Sportverein. Dass Winterthur über ein so breites Angebot an Sportmöglichkeiten und Sportvereinen verfügt, trägt wesentlich zur hohen Lebensqualität in unserer Stadt bei. Dies ist aber nur möglich, weil es hier hunderte, wenn nicht tausende von Personen gibt, die sich ehrenamtlich und unentgeltlich für den Sport einsetzen: Sportfunktionärinnen und Trainer.
Viele Vereine organisieren zusätzlich zum regelmässigen Training auch Turniere und Wettkämpfe, bei denen wiederum unzählige Helferinnen und Helfer im Einsatz stehen. Erst als Stadträtin habe ich erfahren, wie viele hundert Leute etwa am Winterthur Marathon, am Turn- und Stafettentag, an einem OL-Treffen oder an anderen Grossanlässen im Hintergrund mithelfen. Dieses enorme ehrenamtliche Engagement entdecken zu dürfen, zählt zu den eindrücklichsten Erfahrungen als Stadträtin. Ich möchte mich darum bei all diesen Menschen ganz herzlich für ihr Engagement für Bewegung und Sport in unserer Stadt bedanken. Ohne ihren langjährigen, zuverlässigen Einsatz wäre es nie möglich, in unserer Stadt so viele Leute zum Sporttreiben zu bewegen.













