Pearl Pedergnana – Familienpolitik
Familienpolitische Ziele für die nächste Legislatur
Eine ausgeglichene soziale Durchmischung in den Kinderhorten ermöglicht den Kindern optimale soziale Lernfelder
- Das Krippenangebot muss ausgebaut werden – besonders auch für Säuglinge –, und die Qualität der Betreuung muss gesichert werden.
- Aus bildungspolitischen und sozialpädagogischen Gründen sollen mehr Kinder von unserem qualitativ hoch stehenden Krippen- und Hortangebot profitieren können.
- Auch das Angebot an Mittagstischen ist zu vergrössern.
- Für Schülerinnen und Schüler der Oberstufe muss ein altersgerechtes Verpflegungs- und Betreuungsangebot entwickelt werden.
- Die Zusammenarbeit zwischen Hort und Schule soll so intensiviert werden, dass die Hortleiterin und die Lehrpersonen die Kinder gemeinsam und gezielt in ihrer Entwicklung fördern.
Unterstützung in der Erziehung und Integration
- Kindergärtnerinnen und Hortleiterinnen leisten viel Erziehungsberatung für Eltern und tragen mit ihrer Arbeit wesentlich zur sozialen Vernetzung der Familien im Quartier und zur Integration von ausländischen Familien bei. Informationen an Elternabenden und in Einzelgesprächen reichen allerdings nicht. Wir können dazu beitragen, indem wir die verschiedenen städtischen Beratungsstellen, die kirchlichen Institutionen und die kulturellen Vereine besser untereinander vernetzen und deren Aktivitäten vermehrt koordinieren. Alle Mütter und Väter möchten ihr Kind in der Entwicklung optimal begleiten und wirksam unterstützen. Die bestehenden Organisationen sollen ihnen dabei behilflich sein.
- Oft bringen Kindergartenkinder geringe Sprachkompetenzen, fehlende Alltagserfahrungen (Übung im Umgang mit Büchern, Farbstiften, Schere) und mangelnde Koordinationsfähigkeiten mit (Schwierigkeiten beim Hüpfen, Springen, Rückwärtsgehen). Es müssen wirksame Wege gefunden werden, um vor allem auch bildungsferne Eltern frühzeitig bei der Förderung ihrer Kinder zu unterstützen.
- Bei der Erziehung von schulpflichtigen Kindern sind Eltern mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert – unter anderem mit einem Überangebot an Konsummöglichkeiten, mit Drogen, Gewalt sowie unklaren Wertvorstellungen. Weitere Probleme sind: Geringschätzung der Natur, der Umwelt und den Mitmenschen gegenüber, Übergewicht bei Kindern, Fehlernährung und vieles mehr. Die Informationen zu Erziehungsfragen und der Austausch über Probleme im Familienalltag sollen intensiviert werden.
- Auch bildungsferne Eltern oder Migrantinnen und Migranten sollen ein für sie attraktives Elternbildungsangebot erhalten. Gerade Eltern mit Migrationshintergrund haben besonders anspruchsvolle Erziehungsarbeit zu leisten: Sie müssen einen sinnvollen Umgang mit der Mehrsprachigkeit in der Familie entwickeln, und sie erleben, wie sich unvertraute Wertvorstellungen auf den Familienalltag auswirken.













