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Stadtverwaltung setzt verstärkt auf erneuerbaren Strom
Winterthur, 14. Dezember 2011 - Die Stadtverwaltung Winterthur will mit gutem Beispiel vorangehen und als Stromgrossverbraucherin bezüglich der Ökologisierung Winterthurs ein Zeichen setzen. Sie erhöht deshalb den Anteil des erneuerbaren Stroms beim Eigenverbrauch: Der Stadtrat hat beschlossen, dass ab 2012 alle städtischen Verbrauchsstellen, die von Stadtwerk Winterthur beliefert werden, einen Mix aus Wasserstrom (77 %), Recyclingstrom (20 %) und Ökostrom (3 %) beziehen werden.
Der Stromverbrauch der Stadtverwaltung macht rund 6 Prozent des Gesamtstromverbrauchs Winterthurs aus und ist somit einer der grossen Stromkunden Winterthurs. Bisher bezog sie seit Einführung der freien Stromproduktewahl im Jahr 2007 zu 100 Prozent Stadtwerk Recyclingstrom, der bei der Verbrennung von Abfall als Nebenprodukt produziert wird. Mit den Grundlagen zum Energiekonzept 2050 legte der Stadtrat dieses Jahr die Basis für eine verstärkte ökologische Positionierung der Stadt. Die Ereignisse in Fukushima haben zudem bestätigt, dass der künftig einzuschlagende Weg bei der Stromproduktion jener der erneuerbaren Energien ist. Ab 1. Januar werden deshalb alle städtischen Verbrauchsstellen, die von Stadtwerk Winterthur beliefert werden, neu einen Produktemix beziehen: 77 Prozent Stadtwerk Wasserstrom, 20 Prozent Stadtwerk Recyclingstrom und 3 Prozent Stadtwerk Ökostrom. Die Änderung wird Mehrkosten von rund 176 000 Franken für die gesamte Stadtverwaltung zur Folge haben. Stadtwerk Winterthur wird die städtischen Grossverbraucherstellen bei deren Anstrengungen zum Stromsparen beraten und unterstützen.
Die Umstellung der Stadtverwaltung wird sich direkt auf die Zusammensetzung des Strommixes Winterthurs gemäss Stromkennzeichnung des Bundes auswirken. Der Ökostromanteil wird sich beispielsweise um rund einen Drittel erhöhen. Damit will der Stadtrat auch Vorbild für andere Unternehmen sein. Der Entscheid des Stadtrates ist ausserdem ein Beitrag zur Erfüllung einer neuen parlamentarischen Zielvorgabe an Stadtwerk Winterthur, wonach der Anteil Strom aus erneuerbaren Energien im Gesamtstromverbrauch Winterthurs für 2012 auf 25 Prozent gesteigert werden soll.
Da es in Winterthur die Kundschaft ist, die durch die Wahl ihres Stromproduktes die Stromzusammensetzung der Stadt bestimmt, überarbeitet derzeit Stadtwerk Winterthur ihre Produktepalette. Als Folge davon soll der Anteil an erneuerbaren Energien in Zukunft weiter gesteigert werden. Die Einführung der neuen Produkte ist auf Anfang 2013 geplant.






