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Präsidium der neuen Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-Andelfingen

Winterthur, 30. Januar 2012 - Der Stadtrat hat das Präsidium sowie die beiden Vizepräsidien der neu zu bildenden Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Winterthur-Andelfingen ernannt: Präsidentin wird Dr. iur Karin Fischer, erste Vizepräsidentin lic. iur. Verena Anliker und zweiter Vizepräsident lic. iur. Jan Prager.

2008 hat der Bundesgesetzgeber das aus heutiger Sicht nicht mehr zeitgemässe Vormundschaftsrecht vollständig überarbeitet und ein neues Kindes- und Erwachsenenschutzrecht (KESR) erlassen. Gemäss Beschluss des Bundesrates treten die Neuerungen auf den 1. Januar 2013 in Kraft. Ein Kernstück der Revision bilden die Vorgaben bezüglich der Behördenorganisation, d.h. jenes Gremiums, welches in Zukunft über die Massnahmen zu entscheiden haben wird: Neu sollen professionelle, interdisziplinär zusammengesetzte Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden (KESB) geschaffen werden, welche die heutigen (zum Teil nebenamtlich tätigen) Vormundschaftsbehörden ablösen. Die entsprechenden Regelungen für die Umsetzung der Bestimmungen im Kanton Zürich befinden sich zur Zeit im Kantonsrat in Beratung.

Für die Stadt Winterthur und die Bezirke Winterthur-Land sowie Andelfingen ist geplant, einen gemeinsamen Kindes- und Erwachsenenschutzkreis mit einer gemeinsamen KESB Winterthur-Andelfingen zu bilden. Für die Stadt Winterthur bedeutet dies auch, dass die heutige nebenamtliche Vormundschaftsbehörde auf Ende 2012 aufgelöst wird. Die Struktur des Vormundschaftsamtes wird durch die Verwaltungsstruktur der KESB abgelöst. Die langjährige Leiterin des Vormundschaftsamtes und juristische Sekretärin der Behörde, lic. iur. Silvia Rey, wird infolge frühzeitiger Pensionierung aus der Stadtverwaltung ausscheiden.

In einem ersten Schritt hat der Stadtrat nun das Präsidium und die beiden Vizepräsidien der zu bildenden KESB Winterthur-Andelfingen ernannt. Die übrigen sechs Mitglieder werden im Laufe des Frühjahres bestimmt. Als Präsidentin ernennt der Stadtrat Dr. iur. Karin Fischer. Karin Fischer (44) schloss 1994 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich ab, 2008 folgte die Promotion. Zusätzlich absolvierte sie eine Mediationsausbildung. Beruflich war Karin Fischer während sechseinhalb Jahren als Friedensrichterin in Winterthur tätig, bevor sie 2008 ihre heutige Tätigkeit als Sekretäradjunktin im Vormundschaftsamt der Stadt Winterthur aufnahm. In dieser Funktion betreut sie als Co-Leiterin das Projekt «KESB» für den Aufbau einer Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Winterthur-Andelfingen.

Als erste Vizepräsidentin ernennt der Stadtrat lic. iur. Verena Anliker. Verena Anliker (55) schloss 1982 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Zürich ab. Später absolvierte sie das Vorgesetztenseminar am IAP sowie diverse berufsbezogene Weiterbildungen. Beruflich war Verena Anliker u.a. als Jugendsekretärin des Jugendsekretariates Glattal und als Beauftragte für Gleichstellungsfragen der Stadt Winterthur tätig. Von 1994 bis 2002 leitete sie im Jobsharing das Vormundschaftsamt der Stadt Winterthur, seit 2002 ist sie Leiterin des gesetzlichen Betreuungsdienstes Winterthur.

Als zweiten Vizepräsidenten mit Arbeitsort in Andelfingen ernennt der Stadtrat lic. iur. Jan Prager. Jan Prager (41) schloss 1997 ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Basel ab. Danach war er unter anderem als wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Peter Nobel an der Universität St. Gallen, als gesetzlicher Betreuer mit dem Schwerpunkt Prozessvertretungen beim gesetzlichen Betreuungsdienst in Winterthur und als Rechtsberater bei der unentgeltlichen Rechtsauskunft der Stadt Winterthur tätig. Seit 2005 arbeitet er als juristischer Adjunkt bei der Vormundschaftsbehörde der Stadt Zürich, wo er als Mitarbeiter im Rechtsdienst insbesondere für Erbschaftssachen zuständig ist. Seit 2009 ist er zusätzlich als Mitglied der Geschäftsleitung bei einer Immobilienfirma tätig.(Departement Soziales)

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